Titel textintern
Die neueste Print-Ausgabe wird jeden Mittwoch unseren Abonnenten zugestellt.
text intern
liefert die wichtigsten Personal-News der Woche, zeigt die besten Fotos von Events und nennt die Geburtstage von Ihren Geschäftspartnern.
Bitte die email angeben.Kein Mailformat
Newsletter bestellen oder abbestellen

Axel-Springer-Preis für junge Journalisten 2017

Am 3. Mai 2017 fand zum 26. Mal die Verleihung des Axel-Springer-Preises für junge Journalisten statt. Die Auszeichnung für Nachwuchsreporter aus Deutschland, Österreich und der Schweiz wurde am internationalen Tag der Pressefreiheit vor rund 200 geladenen Gästen im 19. Stock des Berliner Verlagshauses vergeben.

Seit 2016 gilt für den Axel-Springer-Preis ein neues Konzept: die Auszeichnung unterscheidet nicht mehr nach Print-, TV-, Hörfunk- und Internet-Kategorien, sondern nur nach journalistischer Leistung für eine plattformübergreifende Bewertung. Eine neunköpfige Jury unter dem Vorsitz der Journalistin und Moderatorin Dunja Hayali entschied gemeinsam über die drei Hauptpreise in Bronze, Silber und Gold sowie die zwei Sonderpreise für investigative Recherche und kreative Visualisierung.

Marc Thomas Spahl, Direktor der Axel Springer Akademie: „Wir leben in einer Zeit, in der die Welt mit jedem politischen Großereignis komplexer wird und wir alte Gewissheiten neu überprüfen müssen.“ Präziser und hochwertiger Journalismus sei notwendiger denn je. Für die Nominierung waren alle Chefredakteure und Leiter von Journalistenschulen in Deutschland aufgerufen, die ihrer Meinung nach beste journalistische Nachwuchsarbeit des Jahres 2016 einzureichen. Insgesamt gingen über 100 Vorschläge für den Axel-Springer-Preis 2017 bei der Jury ein.

Dotiert sind die Hauptpreise des Axel-Springer-Preises für junge Journalisten mit 10.000 Euro, 5.000 Euro und 3.000 Euro sowie je 5.000 Euro für die Sonderpreise. Nominiert werden konnten deutschsprachige Arbeiten von Volontären, freien Mitarbeitern und Redakteuren (bis 33 Jahre).

Über den Axel-Springer-Preis für junge Journalisten

Der Preis wurde 1991 vom Axel Springer Verlag und den Erben des Verlagsgründers gestiftet. Er wird von der Axel Springer Akademie jährlich rund um den Geburtstag Axel Springers am 2. Mai vergeben. 

Die Gewinner des Axel-Springer-Preises 2017 im Überblick:

GOLD

Lena Niethammer, „Sieht mich jemand?“, erschienen in: Der Tagesspiegel, 29.10.2016

SILBER

Tarek Khello, „Schleppernetzwerk“, erschienen in: Fakt (MDR), 22.11.2016

BRONZE

Hannes Vollmuth, „Himmelsrauschen“, erschienen in: Süddeutsche Zeitung, 02.01.2016

Sonderpreis INVESTIGATIVE RECHERCHE

Björn Stephan, „Die Kindergräber“, erschienen in: SZ-Magazin, 03.03.2016

Sonderpreis KREATIVE VISUALISIERUNG

Team 20 der Axel Springer Akademie, „sachor jetzt!“, erschienen auf: Snapchat, ab 05.12.2016 (go)

 Neues Magazin „VISION mobility“

 

Der Huss-Verlag in München bringt das neue Magazin VISION mobility auf den Markt, das die drei großen Zukunftsthemen Mobilität, Konnektivität und Infrastruktur behandelt. Aufwendig recherchierte, kritische Geschichten sollen sich an Mobilitätsbegeisterte und -manager. Denn: Die Vernetzung und das Internet der „Dinge“ führen zu einem tiefgreifenden Strukturwandel in der Mobilität - und zu Änderungen bei Kommunikation und Infrastruktur. VISION mobility will das Gebiet erklären, bewerten und kritisch hinterfragen, mit branchen- und verkehrsträgerübergreifenden Inhalten.

Ein Blick hinter die Kulissen des Volkswagen Future-Centers in Potsdam verrät: Der größte Fahrzeughersteller der Welt macht gerade einen riesigen Spagat macht zwischen hochwertiger Großserienproduktion und der Entwicklung komplett neuer Fahrzeugkonzepte wie dem selbstfahrenden Sedric. Eine weitere Insider-Geschichte kommt aus Sindelfingen, wo Daimlers Designabteilung ihren Stammsitz hat. Dort feilen Gestalter an der Optik und Aerodynamik – um den Verbrauch und die Kosten für die Kunden weiter zu senken. Ob das auch mit Elektro-Lkw oder Hybrid-Fahrzeugen gelingt, klärt ein Anwenderbericht einer Spedition aus dem Allgäu und ein Vergleichstest eines Plug-in-Hybrid gegen einen Diesel samt Kostenrechnung. Neues zum Thema smartes und autonomes Fahren findet sich im Kapitel Infrastruktur: Ford hat eine ganze virtuelle Stadt aufgebaut, um autonom fahrende Autos unter Realbedingungen zu testen – auch unter extremsten Bedingungen wie starkem Schneefall oder völliger Dunkelheit.

Und in der Lagerlogistik wird schon bald eine Drohne von einem autonom agierenden Kommissionierstapler aus starten, um die Inventur zu übernehmen. Der Themenblock Kommunikation widmet sich der Frage, weshalb Autohersteller verstärkt auf Elektronik- und Kommunikationsmessen ausstellen, während Telekommunikationsanbieter kommunizierende Fahrzeuge entwerfen. Und wie die Autohersteller ihre künftigen Kunden über das Smartphone an die Marke binden wollen. Hochwertige Partnerbeiträge ergänzen die Geschichten.

Die erste Ausgabe erscheint am 08. Mai 2017. (go)
 

12 Vermarkter, 9 Screenings, über 40 Sender, 8 Top-Speaker, 2 Tage


Am 21. und 22. Juni gehen die Screenforce Days im Coloneum in Köln-Ossendorf an den Start. Die Vermarkter und ihre Sender stellen Programm-Highlights der TV-Saison 2017/2018 vor, ebenso die jeweiligen Bewegtbild- und Vermarktungsstrategien über alle Plattformen.

Beim Kongress und im Technik Lab warten Informationen rund um Markenführung, Werbewirkung, Bewegtbild und neue Technologien. Zu den Rednern aus dem In- und Ausland zählen Martin Lindstrom, Branding-Experte, Jean-Remy von Matt, Mit-Gründer und Vorstand Jung von Matt, Franz-Rudolf Esch, Marketing-Professor und Richard David Precht, Philosoph und Bestseller-Autor. (go)

„Projekt 61“ – Berliner Zeitung und Havas würdigen getötete Journalisten

 

Anlässlich des gestrigen internationalen Tages der Pressefreiheit starteten die Berliner Zeitung und Havas Düsseldorf die Online-Plattform „Projekt 61“. Der Titel steht für die Zahl der Journalisten, die 2016 weltweit während der Ausübung ihres Berufes starben. Um ihren kritischen Stimmen weiterhin Gehör zu verleihen, nehmen 61 Redakteure die Themen der verstorbenen Journalisten auf und halten sie auf diese Weise lebendig. Zum Auftakt ging das Online Portal zeitung-61.de mit den ersten drei Beiträgen live. Bis zum Herbst werden auf der Website sukzessive alle weiteren 58 Journalisten gewürdigt. Das Projekt, das auch über die sozialen Medien gespielt wird, soll die Bedeutung der freien Presse in das Bewusstsein der Öffentlichkeit rücken.

„Die Pressefreiheit ist eines unserer höchsten Güter. Mit unserer Hommage wollen wir den verstorbenen Journalisten unseren großen Respekt für ihren Einsatz zollen und ihren kritischen Stimmen ein Echo geben“, so Jochen Arntz, Chefredakteur der Berliner Zeitung. Unter seiner Regie werden renommierte Autoren der Berliner Zeitung und weiterer Titel ihre Beiträge zur Verfügung stellen.

„In Zeiten weltweiter politischer Unruhen, zunehmender Entdemokratisierung und der damit im Zusammenhang stehenden Bedrohung der freien Presse ist es wichtig, ein deutliches Zeichen zu setzen. Die Berliner Zeitung mit ihrem Autorennetzwerk ist dabei der ideale Medienpartner,“ berichtet Andreas Henke, Chief Creative Officer Havas Düsseldorf. Neben der gemeinsamen Konzeption ist Havas Düsseldorf für das Aufsetzen der interaktiven Website zeitung-61.de zuständig. (go) 

ARD meldet ungedeckten Finanzbedarf an

 

ARD, ZDF und Deutschlandradio haben in der vergangenen Woche bei der Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten (KEF) ihre Anmeldung zum 21. KEF-Bericht übermittelt. Der dann im Frühjahr nächsten Jahres vorliegende KEF-Bericht ist nicht beitragsrelevant, die Kommission prüft mit dem Zwischenbericht ihre Prognosen. Für den Zeitraum 2017 bis 2020 weist die ARD einen Überschuss von 242 Millionen Euro aus und damit weniger als die KEF mit 378 Millionen Euro prognostizierte. Durch die auferlegten Beitragsrücklagen in Höhe von 381 Millionen Euro wird aus dem Überschuss in Höhe von 242 Millionen Euro ein ungedeckter Finanzbedarf in Höhe von 139 Millionen Euro. Den muss die KEF nun prüfen.

Der ungedeckte Finanzbedarf resultiert insbesondere aus einer ungünstigeren Entwicklung der Beitragserträge. Im Vergleich zur Feststellung der KEF in ihrem 20. Bericht beinhaltet die Anmeldung zum 21. Bericht für die ARD 233 Millionen Euro geringere Beitragserträge für den Zeitraum 2017 bis 2020. Mindererträge erwartet die ARD auch aufgrund der 2016 beschlossenen Einschränkungen bei der Hörfunkwerbung des WDR, zumal die durch die Kombis Auswirkungen auf die gesamte ARD hätten. Dafür meldet die ARD einen Finanzbedarf von etwa 81 Millionen Euro an.

Für den Zeitraum 2013 bis 2016 hat die ARD jährlich 5,639 Milliarden Euro an Beiträgen eingenommen. Für die laufenden Gebührenperiode rechnet sie mit 5,563 Milliarden Euro pro Jahr, wobei der Rundfunkbeitrag seit 2009 nicht erhöht wurde.

Bis Ende 2016 wurden von den ARD-Anstalten etwa 1,1 Milliarden Euro zurückgestellt. Die Rücklage wird mit dem Finanzbedarf der Rundfunkanstalten in der laufenden Beitragsperiode verrechnet.

Die Anmeldung zum 22., wieder beitragsrelevanten, KEF-Bericht muss bis 30. April 2019 vorliegen. Im Übrigen muss die ARD bis September Ergebnisse ihrer Strukturoptimierungsüberlegungen den Ländern übermitteln. Die ARD-Vorsitzende Karola Wille hatte erklärt, bis zu 82 Prozent der Mitarbeiter in den Häusern arbeiteten unmittelbar für das Programm. Im Berliner Tagesspiegel erklärte MDR-Verwaltungsdirektor Ralf Ludwig, Vorsitzender der Finanzkommission von ARD und ZDF, „mehr als 96 Prozent der Gesamtaufwendungen“ seien dem Programm zuzuordnen. (gp)
 

Madsack Mediengruppe lädt zu den DooHDays 2017

 

Am 16. und 17. Mai 2017 lädt die Madsack Market Solutions zusammen mit Heinekingmedia zu einer Fachtagung zum Thema Digital out of Home (DooH) in Hannover ein. Thema: Die Weiterentwicklung von digitaler Außenwerbung und Best-Practice-Beispiele.

Digital out of Home ist laut Madsack ein stetig wachsendes Erlösmodell für zukunftsorientiere Medienhäuser. Über die digitalen Touchpoints – wie die Mediabox – lassen sich verschiedene Zielgruppen an öffentlichen Orten mit Werbeinhalten erreichen. Besonders regional lässt sich zielgruppenorientiert über den gesamten Tag hinweg durch DooH werben.

Eröffnet wird die zweitägige Veranstaltung durch Thomas Düffert, den Vorsitzenden der Konzerngeschäftsführung der Madsack Mediengruppe. Die Keynote der DooHDays 2017 hält Dr. Carsten Maschmeyer, der Geschäftsführer der Maschmeyer Group.

Zu den weiteren Rednern zählen Experten zum Thema digitale Außenwerbung wie Alexander Stotz (CEO von Ströer Media Deutschland), Dr. Frank Goldberg (Geschäftsführer des Digital Media Institute), Wolfgang Büchner (Chefredakteur des RedaktionsNetzwerk Deutschlands) und Rolf Grummel (Leiter B2B-Marketing der Madsack Market Solutions).

Kostenlose Anmeldungen sind bis zum 5. Mai 2017 unter www.DooHDays.de möglich. (go)

„Leben & erziehen“ wird 65

 

„Leben & erziehen“ wird 65 und ist damit „die älteste Elternzeitschrift in Deutschland“, betont Horst Ohligschläger, Geschäftsführer der Augsburger Verlagsgruppe Bayard Media.

Die Jubiläumsausgabe, Erstverkaufstag ist der 03.05.2017, erscheint mit erweitertem Umfang und Gewinnspiel. In einer spannenden Zeitreise erfahren die Leser, was sich in den vergangenen 65 Jahren für Familien verändert hat, sagt Chefredakteurin Martina Kaiser. Außerdem gibt es ein kostenloses Extra-Heft mit 100 neuen Ideen für den Kindergeburtstag.

Die erste Ausgabe von „Leben & erziehen“ erschien am 01.04.1952 in Aachen. Heute erreicht das Magazin pro Ausgabe 413.000 Leser (ma 2017/I), im weitesten Leserkreis 1.057.000 Leser (ma 2017/I). Ging es in den ersten Jahren noch um die Themen Schule, Pubertät und Aufklärung („Wie sag ich’s meinem Kinde?“), konzentriert sich Deutschlands älteste Elternzeitschrift heute vor allem auf Themen von der Schwangerschaft bis zur Einschulung.

Verlagsleiter Armin Baier betont, das Magazin sei erfolgreich im Markt der Elterntitel platziert. Werbetreibende könnten auch in den Leben & erziehen Sonderheften und Leben & erziehen Spezial Familien ansprechen. „Entgegen dem Abgesang auf die Printmedien entwickeln wir uns im Werbemarkt sehr positiv. Rund 150 neue Print-Werbekunden für die Zeitschriftenfamilie „Leben & erziehen“ in den letzten 3 Jahren sprechen für sich.“ (go)

Upgrade der ma Intermedia PLuS

 

Die Arbeitsgemeinschaft Media-Analyse (agma) hat am heutigen 27. April ein Upgrade der ma 2016 Intermedia PLuS veröffentlicht - mit neuen TV-Sehbeteiligungswerten. Ab sofort wird zusätzlich die „Sehbeteiligung bei Werbung in 1/2 Stunden und an durchschnittlichen Tagen (Mo-Fr, Sa-So)“ ausgewiesen, als zusätzlicher Wert neben Werbeträger- und Werbemittelkontaktchancen.


Olaf Lassalle, Geschäftsführer der agma, freut sich, dass „zusätzliche planungsrelevante TV-Werte aus dem AGF-Fernsehpanel zur Nutzung innerhalb der ma Intermedia PLuS durch die Gattung Fernsehen freigegeben wurden“ Axel Pichutta, agma-Vorstandsvorsitzender, sieht in der Neuerung eine „Stärkung der ma Intermedia PLuS und somit der agma im Allgemeinen“. Andrea Tauber-Koch, Vorstand Werbungtreibende der agma, sieht in dem Sehbeteiligungswert einen „realistischen TV-Wert in der ma Intermedia PluS“. Diese werde dadurch im Werbemarkt relevanter, analog der Plan-TV Werte.


Außerdem wird in der regulären ma 2017 Intermedia PLuS eine weitere Forderung der Nutzer erfüllt. So werden in der Veröffentlichung im Herbst 2017 erstmalig Ganzjahres-TV-Werte inklusive der Planbarkeit der 12 Einzelmonate ausgewiesen. Die ma 2016 Intermedia PLuS ermöglicht auf Basis von insgesamt 339.423 Fällen crossmediale Vergleiche für alle Mediengattungen – Tageszeitungen und Publikumszeitschriften (inkl. Kino), TV, Radio und Webradio bzw. Online-Audio, Plakat sowie stationäre und mobile Internet-Angebote. (go)  

Entwicklung der Audiovisuellen Mediendienste-Richtlinie

 

Siegfried Schneider, der Vorsitzende der Direktorenkonferenz der Landesmedienanstalten (DLM), begrüßt das Abstimmungsergebnis zur Fortentwicklung der Audiovisuellen Mediendienste-Richtlinie (AVMD-Richtlinie). Am 25. April kam der Kulturausschuss im Europäischen Parlament auf das Ergebnis. „Die beschlossenen Liberalisierungsansätze in Bezug auf die Werberegulierung und die Erweiterungen des Anwendungsbereichs der AVMD-Richtlinie sind ganz im Sinne der Medienkonvergenz“, sagt Schneider. Die Medienanstalten seien schon lange dafür, „in Zeiten der Konvergenz quantitative Werbebeschränkungen für Fernsehsender aufzuheben““ Positiv seien auch Verbesserungsansätze bei Auffindbarkeit, Signalintegrität und Barrierefreiheit. 




Dr. Tobias Schmid, der Europabeauftragte der DLM, sagt: „Gerade die Pläne des Kulturausschusses, Videoplattformdienste stärker in die Pflicht zu nehmen, sind erfreulich – sowohl in Bezug auf die Mitwirkungspflichten bei nutzergenerierten Inhalten als auch die eigenen Verantwortlichkeiten für selbst vermarktete und ausgelieferte kommerzielle Kommunikation betreffend. (go)

„Verlage sind nicht Müllmänner der sozialen Netzwerke“

 

„Stabil“ war das gängigste Wort bei der Bilanz des Verbandes Deutscher Zeitschriftenverleger (VDZ) am 25. April in Berlin. Der Branchenumsatz lag im vergangenen Jahr bei 14,8 Milliarden Euro nach 14,7 Milliarden im Jahr zuvor. Größter Posten waren dabei wieder die Publikumszeitschriften. Auch für 2017 erwarten die Verleger eine stabile Geschäftsentwicklung, sagte VDZ-Hauptgeschäftsführer Stephan Scherzer, der eine Trendumfrage unter den Verlagen vorstellte.

Neben dem Wachstum im Digitalgeschäft von elf Prozent planten die Verlagsmanager für 2017 auch im sonstigen Geschäft wie Konferenzen und Datenbank-Services mit einem Plus von sieben Prozent ein Umsatzwachstum. Im Vertrieb erwarteten die Befragten einen leichten Rückgang von 1,6 Prozent und im Anzeigengeschäft ein Minus von 1,9 Prozent.

Die Umsatzerwartungen zeigten, dass sich das Digitalgeschäft zu einer tragenden Geschäftssäule entwickelt habe, so Scherzer. Im klassischen Geschäft erwarteten drei Viertel der Verlagsmanager (74 Prozent) steigende Umsätze bei Online-Angeboten, gefolgt von Mobile- (52 Prozent) und Paid-Content-Angeboten (50 Prozent) sowie Sonderausgaben und Specials der Zeitschriften (38 Prozent). Rund ein Fünftel der Verlage wolle neue periodische Titel auf den Markt bringen. Der Gründungsboom habe sich etwas abgeschwächt, konstatierte Scherzer. Unter den neuen seien derzeit viele Jugendangebote, aber auch solche für Männer etwa zum Thema Kochen oder Grillen mit Tipps und Tricks. Print bleibe der starke Anker, weil Digital überall sei, sagte Scherzer.

Der VDZ-Hauptgeschäftsführer wetterte gegen das von Justizminister Heiko Maas (SPD) geplante Netzwerkdurchsetzungsgesetz. Es komme einer „gesetzgeberischen Katastrophe“ gleich, wenn Facebook zum größten Zensor gemacht werde. Es ginge vielmehr darum, geltendes Recht durchzusetzen. Facebook müsse die Zahl der eigenen Mitarbeiter von derzeit 15.000 erhöhen und rund um die Uhr erreichbar sein. „Die Verlage sind nicht die Müllmänner der sozialen Netzwerke“, stellte er klar. (gp)
 

 

<< Zurück | Ältere Beiträge >>