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Verlagslogistik: Experimentierfreudige Augsburger


Die Verlage experimentieren in der Logistik. Denn klar ist, sie müssen das Volumen erhöhen, die reine Zeitungszustellung reicht nicht aus, zumal Zusteller schwer zu finden sind und der Mindestlohn zusätzlich kostet.

Besonders experimentierfreudig ist die Logistic-Mail-Factory in Augsburg. Zeitung, Brief und Direktverteilung sind die Kerngeschäfte im Logistikbereich, sagt Geschäftsführer Mirco Wieck. Getestet würden jetzt auch Waren- und Paketsendungen. Das erfordere ein anderes Herangehen, mehr Schnelligkeit und mehr Transparenz. Schlagworte seien eine hohe Kundenorientierung, Lagerhaltung und vor allem das Versandmanagement.

Die Augsburger gründeten Anfang dieses Jahres die MIMO GmbH als Fulfillment-Dienstleister innerhalb der Mediengruppe Pressedruck zur logistischen Abwicklung der Online-Shops der Augsburger Allgemeine und Allgäuer Zeitung. Das Versprechen: „Mit uns können Sie durch transparente und skalierbare Leistungen den Anforderungen entsprechend mitwachsen. Mit uns werden Sie den Wachstumsmarkt ,Onlinehandel' mit geringem Invest und Risiko für sich nutzen.“ Zugleich wirbt MIMO mit attraktiver Lager- und Versandfläche. Wieck, zugleich MIMO-Geschäftsführer, stellt klar: „Wir sind kein Marktplatz wie Amazon. Wir gehen auf kleine E-Commerce-Shops zu und offerieren unsere Lager- und Logistikstruktur.“ Und er sagt: „Unser Ziel ist es, 24 Stunden sieben Tage in der Woche Logistikleistungen anzubieten. Wir probieren das aus.“ Wenigstens anderthalb Jahre geben sich die Macher.

Klappt es mit den Paketen und Warensendungen, denken die Augsburger auch weiter: Lebensmittellogistik, Same-Day-Delivery oder jede andere von Kunden gewünschte Logistikdienstleistung wird geprüft, ob sie vielleicht die next big things sein könnten.

Immerhin: der Warenumsatz im Onlinehandel betrug 2015 52,4 Milliarden Euro. Die Wachstumsprognose für 2016 liegt bei 14,7 Prozent. Beispiele zur Verlagslogistik lesen Sie auch in der aktuellen Ausgabe 47/48 von text intern. (gp)

 

Deutscher Presserat feiert 60-jähriges Bestehen


Der Deutsche Presserat feiert am heutigen 1. Dezember sein 60-jähriges Bestehen mit einem Festakt in Berlin. Bundespräsident Joachim Gauck hält vor 250 Gästen aus Medien, Politik, Wissenschaft, Kirche und Wirtschaft eine Rede, und unter dem Titel „Journalismus in Zeiten von Amokläufen, Terroranschlägen, Krisenlagen – Brauchen wir neue berufsethische Regeln für Live-Journalismus?“, diskutieren Bundesinnenminister Dr. Thomas de Maizière, Journalist Georg Mascolo, die deutsch-französische Journalistin Cécile Calla, der Kommunikationswissenschaftler Prof. Dr. Otfried Jarren und der stellvertretende Sprecher des Presserats Volker Stennei. Moderiert wird die Veranstaltung von ZDF-Journalistin Dunja Hayali. 




Am 20. November 1956 gründeten Journalisten und Verleger die Freiwillige Selbstkontrolle der Presse. Als staatsfernes, kollegiales Gremium schuf es mit dem Pressekodex ein ethisches Regelwerk für die Branche, nimmt Leserbeschwerden entgegen und erteilt Rügen. Die Grundlage für Beschwerden und Rügen ist der Pressekodex, der 1973 erlassen wurde. Seitdem wurde er mehrmals überarbeitet. Im Pressekodex geht es um Persönlichkeitsschutz, Trennung von Werbung und Redaktion oder den Schutz vor Diskriminierung.
Basis des Presserats mit Zentrale in Berlin ist ein eingetragener Verein, dem zwei Verleger- und zwei Journalistenorganisationen angehören: Der Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger (BDZV), der Deutsche Journalisten-Verband (DJV), die Deutsche Journalistinnen- und Journalisten-Union (dju) in ver.di, der Verband Deutscher Zeitschriftenverleger (VDZ).


Konsequenzen hat eine Rüge nicht. Zwar haben sich fast alle Medienhäuser verpflichtet, Rügen zu veröffentlichen, doch das Gremium hat keine Sanktionsmöglichkeit. Manche Medienwissenschaftler regen an, der Rat solle sich stärker in die öffentliche Diskussion einmischen und auch Publikumsvertreter aufnehmen, um stärker als gesellschaftliches Organ und nicht nur als reine Selbstkontrolle der Medienwelt zu gelten.


Mehr Rügen, komplexere Lage


Geschäftsführer Lutz Tillmanns kann über fehlende Arbeit nicht klagen. 2015 erreichte die Zahl der Beschwerden einen Höchststand mit 2.358 Eingebungen. 35 Rügen sprach das Gremium aus. 2016 gingen bis zum 1. Dezember 1.590 Beschwerden ein, 22 Rügen wurden ausgesprochen. Seit Jahrzehnten führt übrigens die Bild-Zeitung den Rügen-Reigen an.

Insgesamt steigt die Zahl der Beschwerden, und die Arbeit ist komplexer geworden – analog zur journalistischen Arbeit, die auch Online-Kanäle umfasst. Die meisten Rügen beziehen sich dabei auf die fehlende Trennung von Werbung und Redaktion. Es folgen die Bereiche Schutz und Persönlichkeit, Sorgfalt, Wahrhaftigkeit und Achtung vor der Menschenwürde, Sensationsberichterstattung und Jugendschutz sowie Diskriminierungen.
Der Online-Kanal vereint derzeit über 63 Prozent auf sich, Print 27 Prozent. Die Sozialen Medien stehen also im Blick und die Betreiber sollen verstärkt in die Selbstkontrolle einbezogen werden - ebenso wie Telemedien und Rundfunk. (go) 

Gruner + Jahr - Digitalumsatz steigt um 30 Prozent

Der Hamburger Verlag Gruner + Jahr steht nach Jahren mit sinkenden Umsätzen offenbar vor einer Wende. Darüber berichtet Die Zeit ausführlich am 1. Dezember. Verlagschefin Julia Jäkel sagt im Interview mit der Wochenzeitung: „Unser Digitalumsatz steigt in diesem Jahr um 30 Prozent. Wir machen jetzt ein Fünftel unserer Erlöse im Digitalen und sind in Frankreich auch durch Zukäufe zum führenden Digitalverlag geworden.“

Zum Gesamtumsatz und Ergebnis sagt Jäkel, obwohl Gruner + Jahr im laufenden Jahr sein Österreich-Geschäft verkauft habe, seien die Geschäfte stabil, die Vertriebserlöse bei gedruckten Zeitschriften in Deutschland nähmen leicht zu. Das Print-Anzeigengeschäft laufe einigermaßen stabil in einem insgesamt schrumpfenden Markt, im digitalen Journalismus sei Gruner + Jahr indes „Marktführer bei Onlineportalen für Frauen, im Eltern-Segment, bei den Themen Wohnen und beim Essen“.

Seit ihrem Antritt als Verlagschefin vor gut drei Jahren hat Julia Jäkel außerdem erreicht, dass 50 Prozent der Chefredakteure und 42 Prozent der Führungskräfte heute weiblich sind. (go)
 

WOLF – das neue Männermagazin

Weniger Tempo und mehr Leben – das bietet WOLF, das neue Männermagazin der Verlagsgruppe Deutsche Medien-Manufaktur (DMM), einer Tochter von Gruner + Jahr und dem Landwirtschaftsverlag Münster.

Das Heft ist ein Special von FLOW, aber mehr als eine Wortumkehrung. WOLF setzt auf Slow Journalism, darauf, einfach mal Offline zu sein und sich dem Wesentlichen zu widmen: Job, Familie, Beziehungen und Freundschaft. Die vier Hauptrubriken „Wir zusammen“, „Mehr verstehen“, „Jetzt ich“ und „Einfach machen“ bringen Geschichten aus dem Leben und richten sich an Querdenker und Männer, die nicht nur informiert, sondern auch inspiriert werden wollen.

Das Magazin besticht durch aufwendige, großformatige Illustrationen und Fotografien sowie Papierwechsel. Als Extra enthält die erste Ausgabe ein Retro-Autoquartett zum Herausnehmen sowie die preisgekrönte Reportage der New York Times „Verschollen im Ozean“ in Buchform.

Sinja Schütte, WOLF-Chefredakteurin, meint: „Auch Männer sehnen sich nach etwas FLOW im Leben, das haben wir in den letzten Jahren immer wieder gehört.“

Frank Stahmer, Geschäftsführer Verlagsgruppe DMM, fügt hinzu: „WOLF ist nach ESSEN & TRINKEN MIT THERMOMIX® nun schon die zweite Neueinführung der Deutschen Medien-Manufaktur. Unsere Münsteraner und Hamburger Kollegen arbeiten gemeinsam daran, dass weitere folgen werden, denn nur innovative Verlage werden auf Dauer erfolgreich sein.“

WOLF ist ab dem 29. November für 8,50 Euro im Handel erhältlich. Der Heftumfang beträgt 140 Seiten, die Druckauflage liegt bei 70.000 Exemplaren. FLOW eine Lizenzmarke von Sanoma Media Netherlands BV. (go)
 

Spiegel Online- Projekt von Google Digital News Initiative gefördert

 

Die Initiative SPIEGEL ONLINE bewilligt eine Fördersumme von 689.000 Euro für das Sportdatenprojekt "Read the Game". Ins Leben gerufen wurde das neue Projekt von Spiegel Online, zusammen mit den Sportwissenschaftlern des Instituts für Spielanalyse aus Potsdam und der TU München, Lehrstuhl für Trainingswissenschaft und Sportinformatik unter Leitung des Professors Dr. Martin Lames. Mit innovativen Daten über Fußball und unterschiedlichen Erzählformen sollen Fußballfans zu Experten heranreifen. Bei der Erfassung von Sportdaten will das Projekt außerdem neue Wege einschlagen. Projektentwickler Christian Gödecke sagt dazu: „Wir glauben, dass wir mit 'Read the Game' die Sportdatenerhebung und das dazugehörige Storytelling revolutionieren können." „Die komplexen Mechanismen der Leistungsdiagnostik werden für den Fußballfan und Leser endlich transparent und nachvollziehbar", so sein Kollege Mike Glindmeier. (ah)
 

Spiegel startet neues Magazin


Der SPIEGEL-Verlag bringt das neue Magazin SPIEGEL CLASSIC an den Kiosk. Es wendet sich an Frauen und Männer „mit Erfahrung und Entdeckergeist" und erscheint erstmals am 21. März 2017.

Das breite Themenspektrum umfasst Gesellschaft, Politik, Kultur, Freizeit und Unterhaltung. Zielgruppe sind gebildete und gut situierte Leser, die politisch und kulturell auf dem Laufenden bleiben wollen, sagt Susanne Weingarten, stellvertretende Ressortleiterin Sonderthemen.

Einen Schwerpunkt bilden gründlich recherchierte verfasste Hintergrundstücke und Analysen zu gesellschaftlichen Themen. Kolumnen wie der regelmäßige "Elder Statesman"-Kommentar des langjährigen SPIEGEL-Autors Thomas Darnstädt liefern Orientierung und Diskussionsstoff. Prominente geben in der Rubrik "Mein erster Schwarm" Auskunft über den ersten Star, den sie verehrt haben. Große Reportagen und Ratgeberstücke zu den Themen Reisen, Sport, Gesundheit, Kultur und Kulinarik runden das Angebot ab.

SPIEGEL CLASSIC erscheint am 21. März 2017 mit rund 132 Seiten und in einer Druckauflage von 165.000 Exemplaren. Der Copypreis beträgt 4,90 Euro. Vermarktet wird der neue Titel von SPIEGEL QC, dem Premiumvermarkter der SPIEGEL-Gruppe. (go) 

Deli im neuen Look

 

Deli, das Foodmagazin von Gruner + Jahr erscheint künftig in neuem Look. Es kommt mit neuen Typografien und Illustrationen auf den Markt und beinhaltet zudem neue Heftrubriken, die den kulinarischen Aspekt in den Fokus nehmen. In „Roxy muss ran“ werden Speisen auf den Teller gebracht, die oft eher selten verzehrt werden, wie zum Beispiel Blauschimmelkäse. In "Frisch verkuppelt" treffen ungewöhnliche, dennoch schmackhafte Kombinationen wie Kakao und Fenchel oder Grünkohl und Granatapfel aufeinander. Und das Thema der Food-Reportage ist "Social Dining". Innovative Rezepte, ein Geschenke-Special, der Schoko-Weihnachtsmann-Test und orientalische Mezze zu Silvester runden das Angebot des neuen Magazins ab.
Nadine Uhe, Redaktionsleiterin DELI: „Uns ging es von Anfang an um den Spaß beim Kochen. DELI ist nicht dogmatisch. Perfektion? Ist gar nicht so wichtig. Improvisiere, mach einfach, das wird schon richtig lecker - so kochen wir bei DELI. Und das spiegeln auch die vielen neuen Formate und Rubriken und die frische Optik wider.“ Astrid Hamer, Publisher Food, ergänzt, mit dem neuen Claim ‚Koch doch, wie du bist’ werde das Profil von DELI geschärft.
DELI erscheint alle zwei Monate zu einem Preis von 3,90 Euro. Jeder Ausgabe liegen Extras wie ein Küchen-Notizheft, Geschenkanhänger oder Sticker bei.(ah)

Bertelsmann mit operativem Ergebnis auf Erfolgskurs

 

Die Bertelsmann SE & Co. KGaA hat einen Rekordwert beim aktuellen operativen Ergebnis erzielt. Der Konzernumsatz betrug in der Berichtsperiode 12 Milliarden Euro. Bereinigt um Portfolio- und Wechselkurseffekte stieg er somit um 0,6 Prozent. Dabei erhöhte sich der Anteil wachstumsstarker Geschäfte am Gesamtumsatz auf 29 Prozent. Thomas Rabe, Vorstandsvorsitzender von Bertelsmann: „Der positive Geschäftsverlauf hat sich fortgesetzt. Ein operatives Ergebnis auf Rekordniveau, eine deutlich gestiegene EBITDA-Marge und ein höheres Konzernergebnis im bisherigen Jahresverlauf stimmen uns auch für das Gesamtjahr 2016 zuversichtlich. Bertelsmann ist so ertragsstark wie nie zuvor. Die diversen Fortschritte in unseren vier strategischen
Stoßrichtungen zahlen sich aus – Bertelsmann ist heute wachstumsstärker, digitaler und internationaler als noch vor einigen Jahren. Diesen Weg werden wir konsequent fortsetzen."(ah)

Mobile Werbeformate liegen im Trend

 

Mobile Werbeformate wie Mobile Native Ads schneiden laut der aktuellen Yahoo Studie besser ab als ihre Desktop-Variante. Eva Herzog, Head of Research Germany bei Yahoo, sagt: „Inhaltsstarke Werbemittel – vor allem auf mobilen Endgeräten – empfehlen sich insbesondere für Marken, die mit ihren Kampagnen die Markenbekanntheit steigern und den Verkauf stärken wollen.“

An die Mobile Native Ads inklusive Content erinnern sich laut Studie 76 Prozent der Nutzer, bei Desktopnutzung sind es lediglich 30 Prozent. Bei der Markenbekanntheit schneiden die inhaltsstarken Mobile Native Ads am besten ab. Zudem wird die Kaufabsicht durch inhaltsstarke Mobile Native Ads geweckt und bezweckt bei 43 Prozent der Befragten eine Kaufabsicht des Produktes oder der Dienstleistung. Bei mobilen Bannern liegt die Kaufabsicht lediglich bei 26 Prozent.

Reine Klickzahlen hingegen können laut Studie sowohl mit mobilen Native Ads, wie auch mit der Desktopversion erzielt werden. (ah)

Constantin Medien und Tata Communications gründen Media Hub


Constantin Medien und Tata Communications werden im Rahmen eines neuen Media Hubs künftig Leistungen im Bereich Content-Verbreitung, -Management, -Storage sowie Datenverarbeitung für Medienunternehmen im deutschsprachigen Raum anbieten.Tata Communications wird das gesamte Leistungsportfolio von Constantin Medien weltweit vertreiben und außerdem zum präferierten Technologie-Partner der Constantin Medien für Connectivity- und Cloud-Infrastruktur-Lösungen werden.

PLAZAMEDIA, eine Tochtergesellschaft der Constantin Medien, verbreitet zukünftig über den Medien Hub Content an ihre Kunden. Das dabei verwendete Tata Communications „Video Connect“ Network ermöglicht eine nahtlose und weltweite Auslieferung von Live-Videos dank des Tata-eigenen Untersee-Glasfasernetzwerkes mit Verbindungen zu mehr als 240 Ländern und Regionen. Um den steigenden Datenschutzanforderungen gerecht zu werden, wird Tata Communications einen neuen „IZO™ Private Cloud“ Hub in München errichten und einen neuen Connectivity Hub auf dem Gelände der PLAZAMEDIA in Ismaning durch Tata Communications einrichten.

Fred Kogel, Vorstandsvorsitzender der Constantin Medien AG, äußert, PLAZAMEDIA werde "bestehenden und künftigen Medienkunden in Deutschland, Österreich und der Schweiz hochmoderne Connectivity- und Data-Center-Leistungen bieten". Die Vereinbarung mit Tata Communications sei ein wichtiger Schritt der digitalen Transformation der PLAZAMEDIA. "Sie ist zudem ein weiterer Schritt bei der Neupositionierung des Constantin Medien-Konzerns hin zu einem innovativen Technologie-Medienhaus.“ (ah)
 

 

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