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Streit um Verlegerrecht tobt

Als hätte die Kanzlerin derzeit nicht ohnehin alle Hände voll zu tun, ihre Koalition, Position, das Land und Europa zu retten, kommt nun auch der Eilbrief der Verlegerverbände. Sie fordern Klarstellung - nicht in Sachen Asylpolitik, aber zum Koalitionsvertrag.
Anlass des Schreibens der Zeitungs- und Zeitschriftenverleger von BDZV und VDZ ist ein Brief an die Mitglieder des Europaparlaments, den auch Staatsministerin Dorothee Bär (CSU) und der für Luft- und Raumfahrt zuständigen Koordinator der Bundesregierung, Thomas Jarzombek (CDU) unterzeichnet haben. Die Briefschreiber warnen vor Gefahren für die Meinungsfreiheit. Sie fordern, gegen die von der eigenen EVP-Fraktion mitverhandelten Urheberrechtsreform zu stimmen. Die Verlegerverbände kritisieren scharf, dass die Unterzeichner behaupten, der Koalitionsvertrag der Bundesregierung spreche eindeutig gegen das Leistungsschutzrecht für Presseverlage.

Wahrscheinlich stimmt das Europaparlament am Donnerstag über Upload-Filter und Verlegerrecht ab. Der Rechtsausschuss des Parlaments hatte dem Papier zugestimmt. Der Entwurf sieht vor, dass Online-Plattformen künftig schon während des Hochladens der Inhalte prüfen müssen, ob diese urheberrechtlich geschützt sind. Ist dem so, müssten sie die sperren und entsprechende Lizenzen dafür erwerben. Im Koalitionsvertrag werden Upload-Filter als „unverhältnismäßig“ abgelehnt. Dort heißt es: „Im Urheberrecht unterstützen wir nachdrücklich eine zeitnahe Regelung zur Verlegerbeteiligung bei den Verwertungsgesellschaften und stärken die Position der Verleger auf europäischer Ebene durch eine eigene Rechtsposition.“

Google, Facebook und Co. sollen mit dem Vorschlag dazu gebracht werden, automatisiert geschützte Inhalte zu blockieren. Für Gegner des Entwurfs wie die Piraten-Politikerin Julia Reda plant die EU eine „Linksteuer“, sie warnen vor einer „Zensurinfrastruktur“.

Für eine Modernisierung des EU-Urheberrechts und die Empfehlungen des Rechtsaussschusses hatten sich 59 Verbände aus der deutschen Kultur- und Medienwirtschaft ausgesprochen, darunter auch die Journalistenverbände. Der ORF vermeldete vor einigen Tagen, dass die Abgeordneten der Österreichischen Volkspartei (ÖVP) nicht für ein Durchwinken der Copyright-Richtlinie im Plenum stimmen würden. Vielmehr wolle man eine vorherige Plenardebatte und die Möglichkeit zu Änderungsanträgen, hieß es auf ORF-Anfrage.
Würde das Europaparlament Ja sagen, ginge der Entwurf in die Verhandlungen zwischen Europarat, Kommission und Parlament. (gp)
 


Staatsregierung stärkt Media Lab Bayern

 

Digitale Innovationen in den Medien fördern – dieses Konzept des Media Labs Bayern wird mit einem neuen Aufgabenzuschnitt gestärkt. Das hat Ministerpräsident Dr. Markus Söder gestern im Rahmen der Vorstellung von digitalen Leuchtturmprojekten in Bayern verkündet. So kann das Media Lab zukünftig nicht nur Vor-Gründer, sondern auch Start-ups in späteren Phasen unterstützen, außerdem soll eine neue Zweigstelle des Media Lab in Ansbach entstehen.

Ziel des zweiten Standorts in Bayern: kreative Ideen, kreative Teams und kreativen Journalismus mit den gut aufgestellten Medienstudiengängen in Ansbach und mit Medienunternehmen zu verknüpfen. „Bayern setzt voll auf die Digitalisierung. Wir investieren bewusst in Digitale Gründerzentren und in die Media Labs, um die Start-up-Szene im Bereich Medien noch besser zu unterstützen. Das schafft neue Chancen für Gründerinnen und Gründer“, sagte Medienminister Georg Eisenreich. „Mit der Ausweitung des erfolgreichen Coachings von Vor-Gründern auf Gründer unterstützen wir die Start-up-Szene in den Medien noch nachhaltiger als bisher. Mit dem neuen Standort Ansbach bringen wir außerdem das erfolgreiche Konzept Media Lab nach Mittelfranken, wo sich die Hochschule Ansbach im Medienbereich profiliert. Das ist ein Gewinn für die Region und für den Medienstandort Bayern insgesamt.“

Siegfried Schneider, Präsident der Bayerischen Landeszentrale für neue Medien (BLM) sagte: „Das Media Lab hat sich mit kleinem Budget und großen Ideen innerhalb von nur drei Jahren zum deutschlandweit anerkannten Hub für Innovation im Medienbereich entwickelt. Wir freuen uns, dieses Know-how in Zukunft nicht nur im Bereich der Vor-Gründer, sondern auch an bestehende Start-ups und am neuen Standort in Ansbach weitergeben zu können.“

Das Media Lab Bayern fördert digitale Innovation in der Medienbranche. Als Inkubator hilft das Media Lab Talenten und Teams, ihre eigenen Journalismus- und Medienprojekte von der ersten Idee bis zur Gründung eines Start-ups aufzubauen. Das Media Lab Bayern ist seit Januar 2018 Teil der Medientage München GmbH und wird gefördert von der Bayerischen Landeszentrale für neue Medien (BLM) und dem Freistaat Bayern.

Das Kernprogramm des Media Labs ist das „Media Start-up Fellowship”: Teams mit validierter Idee können hier in sechs Monaten ihren Prototypen entwickeln, ein Geschäftsmodell aufsetzen und ihr Start-up gründen. Das Media Lab bietet dafür Business-Coaching und Workshops sowie den Zugang zu Medien-Mentoren und Partnern. Die Teams erhalten zusätzlich Büroräume und 15.000 Euro Prototyping-Budget. Innovation fördert das Media Lab Bayern aber auch mit Hackathons, Barcamps, Meetups und Konferenzen, auf denen sich digitale Vordenker aus Journalismus, Development und Design austauschen und vernetzen können. In Zusammenarbeit mit der Robert Bosch Stiftung bietet das Media Lab Bayern 2018 erstmals ein Programm für Wissenschaftsjournalisten an, Rocking Science Journalism, bei dem mit Start-up-Methoden neue Angebote kreiert werden. Außerdem entwickelt das Media Lab Angebote für Medienhäuser, die von den im Lab entwickelten Innovationsmethoden profitieren möchten.  (go)

 

Alles neu - Spiegel TV

 

Der Spiegel sendet ab 2. Juli sein Magazin auf dem neuen Sendeplatz mit einem überarbeiteten Konzept: Aus „Spiegel TV Magazin“ wird „Spiegel TV“. Gesendet wird immer montags um 23:25 Uhr auf RTL.

Spiegel TV startete vor 30 Jahren mit seinem Magazin ein neues Nachrichtenformat im deutschen Fernsehen. Seitdem sind 1.446 Sendungen mit insgesamt 57.243 Minuten ausgestrahlt worden. Steffen Haug, Chefredakteur von Spiegel TV: „Unser Politik-Magazin steht seit drei Jahrzehnten für aktuelle Berichterstattung und sorgfältig recherchierte, investigative Hintergrundgeschichten. An diesem Anspruch, erstklassigen TV-Journalismus aus dem Hause Spiegel zu liefern, hat sich nichts geändert. Den neuen Sendeplatz haben wir aber genutzt, um diese Stärken weiter auszubauen und die Marke noch klarer zu definieren: als glaubwürdig, zuverlässig, innovativ und angstfrei.“

Das Magazin „Spiegel TV“ besteht aus drei Sendungselementen: „Deutschland hautnah“, Sozialreportagen mit berührenden Geschichten über Menschen, der „Spiegel-TV-Titel“ mit einer investigativen Geschichte oder einem Feature, sowie „Das bewegt Deutschland“ mit exklusiven Hintergründen zu einem aktuellen Thema, über das Deutschland spricht. Jede Sendung kann Beiträge aus bis zu drei Bereichen haben, oder, bei besonderen Lagen, auch monothematisch sein.


Moderiert wird „Spiegel TV“ auch weiterhin von Maria Gresz. Vertreten wird sie von Kay Siering. Gesendet wird das Magazin aus dem Studio im Hamburger Spiegel-Haus, mit einem neuen Studio-Design und einem völlig überarbeiteten Sendungsdesign, inklusive eines neuen Vorspanns. Das Magazin will moderner, weiterhin aber dokumentarisch seriös auftreten. (go)

Mobiler Video-Konsum stabilisiert sich auf hohem Niveau

 

Mehr Videos denn je werden auf mobilen Geräte angesehen. Dennoch stagniert das Wachstum der Gesamtzahl der Videoaufrufe in Q1 2018 – der Wert hat sich im Vergleich zum Vorjahr um nur 1,8 Prozent erhöht, so der neue Ooyala Q1 2018 Global Video Index Report. Ooyala ist ein globaler Gestalter von OTT- und Media-Workflow-Entwicklungen und bietet Software und Lösungen an, die die Produktion, Distribution und Monetarisierung von Medieninhalten optimieren.

Die Steigerung der Videoaufrufe entspricht laut Studie einer der schwächsten in 14 beobachteten Quartalen und bedeutet zum ersten Mal auch einen Rückgang zum Vorquartals-Wert um fast 4,6 Prozent. Die wichtigsten Erkenntnisse: 58 Prozent aller Videoaufrufe weltweit erfolgten von Mobilgeräten, was einem Jahreswachstum von 1,8 Prozent entspricht - eine der geringsten Quartalssteigerungen bisher. Im ersten Quartal 2018 wurde zum ersten Mal in 14 beobachteten Quartalen ein Rückgang der mobilen Videoabrufe zum Vorquartal verzeichnet. Medienunternehmen haben in Q1 2018 fast dreimal so viel Content produziert und bereitgestellt wie in Q1 2017. Über die Hälfte der Gesamtstundenanzahl, in der Videos auf Geräten jeglicher Art konsumiert werden, entfällt auf lange Videoformate (20 Minuten und länger). Auf Smartphones sehen 57 Prozent der Zuschauer 20- bis 40-minütige Videos bis zum Schluss an; bei Videos mit über 40 Minuten Länge sind es über 45 Prozent.

Laut der Studie erfreuen sich längere Videos weiterhin wachsender Beliebtheit. So werden 20- bis 40-minütige Videos auf Smartphones mit einer Wahrscheinlichkeit von 57 Prozent bis zum Schluss angesehen, bei über 40 Minuten langen Videos bleiben immerhin über 45 Prozent der Zuschauer bis zum Ende vor dem Bildschirm.

Die Ergebnisse der Ooyala-Studie für andere Mobilgeräte: Auf Tablets sahen 61 Prozent der Zuschauer 20- bis 40-minütige Videos bis zum Ende an, über 40 Minuten lange Videos werden mit einer Wahrscheinlichkeit von 51 Prozent bis zum Ende verfolgt. Auf dem PC beträgt die Wahrscheinlichkeit, dass ein Video von 40 Minuten Länge oder mehr komplett abgespielt wird, 59 Prozent.

In Lateinamerika stieg die Gesamtzahl der auf mobilen Geräten abgespielten Videos im Vergleich zum letzten Quartal signifikant an, während sie in der Region Asien-Pazifik nur leicht wuchs. Dagegen gingen die Werte in EMEA (Europa, Mittlerer Osten und Afrika) und Nord Amerika zurück. Obwohl OTT-Provider in Q4 2017 die Gesamtzahl ihrer gestreamten Stunden bereits annähernd verdoppelt hatten, wurde in Q1 2018 sogar noch mehr Content produziert. Damit beträgt die Stundenzahl nun fast das Dreifache des Vorjahreswerts. Mobile Video Content wird dabei von einer wachsenden Zahl von Produzenten und Distributoren aus verschiedenen Bereichen wie Sport, Nachrichten und Entertainment bereitgestellt. (go)

LAE 2018: Die Zeit weiter auf Erfolgskurs

 

Die Zeit baut ihren Vorsprung unter den Sonntags- und Wochenzeitungen bei der aktuellen Leseranalyse Entscheidungsträger (LAE) erneut aus: Sie erreicht in diesem Jahr 428.000 Entscheider, 22.000 (+ 5,4 Prozent) mehr als in 2017. Damit liegt die Wochenzeitung um 86.000 Leser vor der „WELT“, um 94.000 Leser vor der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ und um 217.000 Leser vor der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“. Seit dem Jahr 2000 ist die Reichweite der Zeit in der Zielgruppe der Entscheider von 150.000 um 185 Prozent auf 428.000 Leser gestiegen.

Rainer Esser, Geschäftsführer Zeit Verlagsgruppe: „Der sensationelle Erfolg der Zeit bei der LAE der letzten Jahre ist ein großes Kompliment an unsere Kolleginnen und Kollegen in der Redaktion. Die Qualität der Berichterstattung über Wirtschafts- und Politikthemen ist in ihrer Tiefe einzigartig in Deutschland. Neben der Zeit haben Entscheider heute über unsere hochkarätigen Wirtschaftskonferenzen oder den Business-Seminaren der Zeit Akademie viele zusätzliche Anknüpfungspunkte.“ (go)
 

Content Marketing Forum unterstützt Pitch‐Kodex

 

Das Content Marketing Forum (CMF) unterstützt den Kodex für die Einhaltung von Mindeststandards bei Pitches für Geschäfts‐ und Nachhaltigkeitsberichte. Verabschiedet hatten den Kodex Anfang Juni dieses Jahres 13 Reporting‐Agenturen aus dem deutschsprachigen Raum. „Wie die Initiatoren des Pitch‐Kodex sind wir davon überzeugt, dass ein fairer, transparenter Wettbewerb zwischen Agenturen bessere Konzepte und Lösungen hervorbringt“, erklärt Dr. Andreas Siefke, erster Vorsitzender des CMF. „Wir befürworten ausdrücklich das Ziel, gemeinsam mit Unternehmen die Qualität der Ausschreibungen von anspruchsvollen Berichtsprojekten zu optimieren und können unseren Mitgliedern eine Unterstützung des Kodex nur empfehlen.“

Unterzeichnet haben den Kodex bislang die Agenturen berichtsmanufaktur, cometis, heureka, HGB, IR‐ONE, Kammann Rossi, Kirchhoff Consult, NetFederation, nexxar, S&C, Scheufele Hesse Eigler, wirDesign und 3st. Sie werden künftig nicht mehr an Ausschreibungen teilnehmen, die nicht den im Kodex festgehaltenen Standards entsprechen, der auf der Website www.pitch‐kodex.com einsehbar ist. Am Ende des Prozesses sollte eine Checkliste stehen, die es Unternehmen und Agenturen ermöglicht, das Beste aus einer Pitch‐Situation herauszuholen.

Geboren wurde die Idee des Pitch‐Kodex im Rahmen des ersten Roundtables von Reporting‐Agenturen im deutschsprachigen Raum, der im September 2017 in Wien stattfand. Im Fokus des Kodex stehen das Briefing, der Umfang der eingeforderten Leistungen, der Kontakt zu Fachansprechpartnern, Transparenz und Fairness, ein realistisches Zeitfenster, die persönliche Präsentation und das Recht am geistigen Eigentum. (go)
 

Handelsblatt Media Group startet „ada“

 

Die Handelsblatt Media Group erweitert die Markenfamilie der WirtschaftsWoche und startet eine neue journalistische Mission rund um das Thema Zukunft. WirtschaftsWoche-Herausgeberin Miriam Meckel hat mit ihrem Team eine zukunftsgewandte Plattform kreiert, um Menschen und Unternehmen auf das Leben und das Arbeiten von Morgen vorzubereiten: „ada“. Hier dreht sich alles um die digitale Transformation. Miriam Meckel sagt: „Niemand weiß genau, wie die Welt in zehn Jahren aussieht. Aber wer bei ada dabei ist, der versteht, wie er dorthin kommt.“

„ada" ist nach Ada Lovelace benannt, die als erste Programmiererin der Menschheitsgeschichte gilt. Die neue Marke startet morgen in Berlin mit der Konferenz Morals & Machines. Ein Live-Format, bei dem Bundeskanzlerin Angela Merkel und Sophia von Hanson Robotics über Künstliche Intelligenz diskutieren und unter anderen Weltbestseller-Autor Yuval Noah Harari („Homo Deus“) seine Vorstellungen der Welt von morgen präsentiert. Ada soll Inspiration, Information und Qualifikation zur digitalen Wirtschaft, dem Leben und Arbeiten der Zukunft bieten.

Zum Programm der neuen Marke gehören journalistische Live-Formate, ein vierteljährlich erscheinendes Magazin (digital und Print), regelmäßige Podcast-Staffeln, ein wöchentlicher Newsletter („ada - Brief aus der Zukunft“) und Video- Formate. Die journalistischen Produkte werden angereichert durch Weiterbildungsangebote für alle, die Digitalisierung verstehen und in Beruf- wie Privatleben mitgestalten wollen.

Newsletter, Podcast und das im Oktober erstmals erscheinende Magazin werden von einem Team aus Sven Prange (Redaktionsleiter), Astrid Maier (Chefreporterin/ Produktentwicklung), Léa Steinacker (Chief Innovation Officer WirtschaftsWoche), Milena Merten (Reporterin) und Johanna Schade (Verlagsleitung) produziert. Die Lernplattform und die Fortbildungsangebote fürs digitale Leben und Arbeiten werden 2019 an den Start gehen.  (go)

WordPress VIP integriert LaterPay

 

WordPress bietet seinen Großkunden einen neuen Service: Kunden der Enterprise-Lösung Wordpress VIP erhalten Zugang zu einer exklusiven Integration von LaterPay. Das WordPress.com VIP Programm spricht Kunden an, die High-End Enterprise-Lösungen auf der Basis von WordPress, einer Webanwendung für die Inhalteverwaltung, umsetzen wollen, dabei umfasst die Lösung Hosting, Kundensupport und Individualisierung des Backends. LaterPay, die Technologie für Kundenakquise, Conversion-Steigerung und Payment, erlaubt es den Großkunden nun auch, Inhalte zu monetarisieren und Lesern eine ununterbrochene User Experience zu bieten, ohne dass diese sich vorab registrieren oder bezahlen müssen.

Die Enterprise-Lösung WordPress VIP wird weltweit von großen Medienmarken eingesetzt, darunter News Corp (Wall Street Journal, The Times), Time Inc. (Time, Sports Illustrated, People Magazine) und PMC (Rolling Stone). Im Rahmen seiner Services stellt der Hoster seinen Kunden nun auch eine Integration der Payment-Technologie LaterPay zur Verfügung. Diese geht über die aus dem kostenlosen WordPress bekannten Plugins hinaus und umfasst auch Unterstützung durch LaterPay bei der Seitenintegration.

Die LaterPay-Technologie versteckt Inhalte nicht hinter einer harten Paywall. Stattdessen können Leser auf einen Inhalt sofort und ohne Vorabregistrierung zugreifen. Die Customer Experience wird nicht unterbrochen. Die genutzten Inhalte zahlt ein User erst, wenn er einen Warenwert von fünf Euro angehäuft hat, wenn er also den Wert der Inhalte schon kennt. So lösen sich Medien von Probeabos und machen ab dem ersten angebotenen Artikel Gewinn. Zugleich bauen sie eine Bindung zu ihren Lesern auf und überführen sie mittel- und langfristig in andere Bezahlmodelle wie Zeitpässe oder Abonnements. Publisher, die sich für eine LaterPay-Integration auf ihrer mit Wordpress VIP gehosteten Website entscheiden, erhalten eine Vielzahl von Bezahloptionen für die Monetarisierung ihrer Inhalte. Neben Abonnements und zeitlich begrenzten Zugängen, sogenannten Zeitpässen, können sie ihren Lesern so auch den Einzelartikelkauf anbieten. Auch Ressortpässe, zum Beispiel für den Sportbereich, sind möglich.

Mit Partnerschaften wie dieser setzt LaterPay, Technologieplattform für Kundenakquise, Conversion-Steigerung und Payment, seinen Wachstumskurs fort. Derzeit vermeldet der Technologieanbieter 220.000 aktive, registrierte Nutzer in Deutschland. In die USA expandierte LaterPay Ende 2017, in Deutschland und Österreich zählt LaterPay 150 Kunden. (go)

KI, Blockchain und Robotics: Herausforderungen für Verlage

 

Welche Einsatzmöglichkeiten bieten die Fortschritte im Bereich der Künstlichen Intelligenz für Verlage? Und Inwiefern sind die Blockchain-Technologie und Robotics für Medienunternehmen heute schon relevant? Der Verband der Zeitschriftenverlage in Bayern (VZB) lud kürzlich zum Kaminabend, an dem Experten Einblicke in die aktuellen Entwicklungen der Zukunft gaben. Titel: „Was können AI, Blockchain und Robotics für die Verlage tun?“

Waltraut von Mengden, Erste Vorsitzende des VZB, und Anina Veigel, Geschäftsführerin des VZB, wollen mit den Kaminabenden Verlegern und Medienexperten die Möglichkeit geben, sich mehrmals im Jahr auszutauschen und Strategien und Hintergründe zu diskutieren. Robert Jacobi, Managing Director und Founder der Digital-Strategieberatung THE NUNATAK GROUP, startete die Vortragsreihe des Abends. Er erklärte, Blockchain stehe erst in den Startlöchern, und Verlage sollten sich heute damit beschäftigen: Einsatzmöglichkeiten bieten sich künftig etwa beim Management von Copyright und Lizenzen oder der Enttarnung unseriöser Quellen. Jacobi schilderte zudem einige Beispiele aus den USA, wo Medienunternehmen bereits mit der Blockchain-Technologie arbeiteten, etwa Civil, ein Marktplatz für Journalisten, oder Nyiax, eine Handelsplattform für Medienverträge.

Boris Krumrey, Chief Robotics Officer bei UiPath, einem weltweit führenden Anbieter für Robotic Process Automation, referierte über aktuelle Entwicklungen im Bereich der Automatisierung und identifizierte die Datenvorverarbeitung in den Unternehmen als größte Hürde für automatisierte Prozesse. Vor allem im Customer Service, so Krumrey, würden automatisierte Technologien schon sehr bald und häufig eingesetzt werden.

Professor Dr. Alexander Filipović von der Hochschule für Philosophie in München sprach zu den medienethischen Aspekten bei der Programmierung Künstlicher Intelligenz. Vergrößert KI die Freiheit der Menschen, oder schränkt sie sie ein? Er betonte, Computer hätten keine Moral. Moral aber sei vielleicht das Großartigste, was die Menschheit hervorgebracht habe.

„Der VZB-Kaminabend hat einmal mehr gezeigt, welch großes Potenzial die neuesten technologischen Entwicklungen gerade für die Verlage haben. Deshalb sollten sie sich frühzeitig mit diesen Trends auseinandersetzen“, sagt Waltraut von Mengden. „Allerdings sollten wir trotz aller Chancen auch stets die medienethischen Aspekte einbeziehen – für eine sinnvolle und menschliche Zukunft.“

Der Verband der Zeitschriftenverlage in Bayern (VZB) ist eine tragende Säule des Verbands Deutscher Zeitschriftenverleger (VDZ) in Berlin. Er vertritt die Interessen von 96 bayerischen Zeitschriftenunternehmen (u.a. Hubert Burda Media, Condé Nast Verlag, Vogel Business Media, Wort und Bild Verlag). Seit seiner Gründung 1948 ist es die Hauptaufgabe des Verbandes, bayerische Verleger bei grundlegenden unternehmerischen Herausforderungen zu unterstützen. (go)

Internet of Payments – Die Zukunft des Bezahlens?

 

Das Internet of things (IoT) kann sein volles Potenzial nur entfalten, wenn man seinen Geräten erlaubt, untereinander zu handeln – so lange die Nutzer damit einverstanden sind. Beispiel: Ein vernetztes Auto könnte bei der Einfahrt in ein Parkhaus mit dem vernetzten Parkautomaten kommunizieren. Dieser würde die Einfahrtszeit speichern und beim Verlassen des Parkhauses dem Fahrzeug eine Rechnung ausstellen. Je nach Vorgabe des Nutzers kann dieser Betrag dann manuell oder automatisch überwiesen werden, oder aber das Auto muss erst ab einer bestimmten Summe nachfragen. Ein solches Bezahlsystem lässt sich im Prinzip auf alle vernetzten Geräte ausdehnen – nichts anderes beschreibt das Internet of Payments. Six Payment Services bietet Finanzinstituten und Händlern Dienstleistungen entlang der gesamten Wertschöpfungskette des bargeldlosen Zahlungsverkehrs und informiert, eine flächendeckende Implementierung von Bezahlfunktionen in der Mehrzahl der vernetzten Geräte sei heute noch nicht gegeben.

Bezahlfunktionen sollten früh eingeplant werden und sichern, dass der Nutzer stets die Kontrolle behält, über Einkäufe, die Maschinen in seinem Namen tätigen. Wirksame Verschlüsselung und Information der Kunden während des Bestellvorgangs sind dabei wesentliche Elemente. Durch integrierte Authentifizierungsmaßnahmen, hier ist von einer einfachen PIN bis zu Biometrie vieles möglich, beugen Missbrauch vor und stärken das Vertrauen der Kunden in die Technologie. Six Payment Services meint, das Internet der Dinge und die fortschreitende Vernetzung der Welt werde ein Megatrend der nächsten Jahre bleiben. Die Technik-Analysten von Gartner gehen davon aus, dass es 2020 etwa 20 Milliarden vernetzte Geräte geben wird. In einem solchen Szenario werden Marktanteile weniger über den Preis, als über Exklusivpartnerschaften erobert. Anbieter, die sich nicht auf die neue Situation einstellen, könnten empfindliche Einbußen erleiden.

Der Erfolg des Internet of Payments (und der Unternehmen dahinter) steht und fällt damit, welche Vereinfachungen es dem Kunden bieten kann. Muss dieser x-stellige PIN-Nummern eingeben, um jede einzelne Transaktion zu autorisieren, ist keine Erleichterung für den Kunden gegeben. Eine wichtige Rolle spielt auch der Datenschutz. Für Händler sind besonders Pull-Payments, wie das klassische Lastschriftverfahren, interessant, die sich sehr leicht automatisieren lassen. Doch werden die Kunden immer vorsichtiger bei der Herausgabe ihrer persönlichen Daten. Daher sollen zukünftig auch Push-Payments, die vom Kunden ausgelöst werden können und bei denen er die volle Kontrolle über seine Daten behält, automatisiert werden. Durch diese Entwicklungen werden Händler in Zukunft mit einer Vielzahl verschiedener Bezahlarten konfrontiert. Umso wichtiger werden Lösungen, die alle diese Zahlungsarten beherrschen und die Verwaltung über eine integrierte Plattform ermöglichen. (go)
 

 

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