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YouTube mit Premium im Angriffsmodus

 

Googles Videoplattform YouTube startet ihren Angriff auf Spotify und Co. Seit 18. Juni steht auch in Deutschland der Musikstreaming-Dienst YouTube Music zur Verfügung. Er setzt dabei auf ein umfangreiches Angebot, dass auch Live-Mitschnitte oder Empfehlungen berücksichtigt. In seiner werbefinanzierten Version ist das Angebot kostenlos. Für die werbefreie Variante bietet YouTube eine kostenpflichtige Mitgliedschaft mit einer umfangreichen Offline-Funktionalität. Nach einem kostenlosen dreimonatigen Test gibt es YouTube Music Premium für 9,99 im Monat oder für 14,99 Euro in einen Familientarif. Der umfasst zehn Geräte und bis zu sechs Personen. Zunächst bleibt der Dienst Google Play Music bestehen. Abo-Kunden erhalten aber automatisch Zugang zu YouTube Music Premium.


Gleichzeitig geht das neue Angebot YouTube Premium an den Start. In den USA war es bis Mai als YouTube Red im Markt. Es kostet 11,99 Euro und vereint die Vorteile von YouTube Music Premium sowie Videos und Filme ohne Werbeanzeigen. Die laufen hierzulande zunächst mit Untertiteln. Ab Herbst sind hier auch deutsche YouTube Originals zu finden. (gp)
 

Digital News Report: In Deutschland steigt die Bedeutung von Print leicht an

 

Nachrichten sind in Deutschland weiterhin gefragt. Erstaunlich bei den Quellen: die gedruckte Zeitung legt zu, so die Vergleichsstudie des Digital News Reports vom Reuters Institute. 95 Prozent der erwachsenen Onliner hierzulande informieren sich mehrmals pro Woche über das aktuelle Weltgeschehen in Fernsehen, Radio, in Printprodukten oder im Internet. 70 Prozent äußern ein großes Interesse an Nachrichteninhalten, besagen die Ergebnisse des Reports 2018 für Deutschland. Die haben Sascha Höhling und Uwe Hasenbrink vom Hamburger Hans-Bredow-Institut zusammengetragen. Die beiden Ergebnisse ähneln denen des Vorjahres.

Drei von vier erwachsenen Onlinern sehen sich regelmäßig Nachrichten im Fernsehen an (74 Prozent). 45 Prozenthören Nachrichten im Radio und 31 Prozent erhalten nachrichtliche Informationen über soziale Netzwerke. Gedruckte Zeitungen weisen gegenüber 2017 einen Anstieg in Höhe von vier Prozentpunkten auf und erreichen 30 Prozent der erwachsenen Onliner. Auch die Online-Ausgaben der Zeitungen (25 Prozent) und von Zeitschriften (29 Prozent) haben jeweils Anteile in Höhe von drei Prozentpunkten im Vergleich zum Vorjahr dazugewonnen.

Das Fernsehen bleibt für einen Großteil der Onliner die wichtigste Informationsquelle (49 Prozent). Jeder Dritte betrachtet das Internet als Hauptnachrichtenquelle (32). Unter den 18- bis 24-Jährigen sind es 58 Prozent. Die höchsten Vertrauenswerte entfalle auf die Hauptnachrichtensendungen der beiden öffentlich-rechtlichen TV-Programme und auf regionale Tageszeitungen. 37 Prozent der deutschen Onliner sind besorgt über Fake News im Internet.

Die am häufigsten genutzten sozialen Medien, um nachrichtliche Inhalte zu lesen, anzuschauen, zu teilen oder darüber zu diskutieren, sind Facebook (24 Prozent), YouTube (15) und WhatsApp (14). Im internationalen Part wird hier die Umschichtung deutlicher. Während Facebook weniger genutzt wird, wachsen WhatsApp, Instagram und Snapchat. So sei die Nutzung sozialer Medien für Nachrichten nach einem stetigen Wachstum in den vergangenen Jahren in einigen Schlüsselmärkten langsam rückläufig. Das betrifft etwa die USA, Großbritannien und Frankreich. Hingegen stieg die Nutzung von Messenger-Diensten für den Nachrichtenkonsum in anderen Ländern wie Malaysia, Brasilien oder auch Spanien enorm an. (gp)
 

Antenne Bayern mit Nachrichten-Podcast „The Break“

 

Der landesweite Radiosender Antenne Bayern veröffentlicht am heutigen Montag, den 18. Juni 2018 um 17 Uhr, die erste Episode von „The Break – Ein Nachrichten-Podcast von Antenne Bayern“. In werktäglich neuen Folgen gibt der Chefredakteur des Senders, Ralf Zinnow, einen ausführlichen Tagesüberblick über die wichtigsten Meldungen aus Bayern, Deutschland und der Welt.

Der Podcast soll die „Flut an Meldungen“ filtern und aus verschiedenen Blickwinkeln beleuchten. Ab heute fasst er die Nachrichten des Tages in einem etwa 15-minütigen Podcast zusammen. Von Montag bis Freitag sind diese dann immer um 17 Uhr abrufbar.

Eine Vielzahl von Korrespondenten weltweit ermöglichen die Berichterstattung von Geschehnissen aus der ganzen Welt. Zudem sitzen in den jeweils sieben Regierungsbezirken des Freistaats die Bayernreporter des Senders. Im Podcast werden diese Kompetenzen in einer ausführlichen Tageszusammenfassung vereint. Alle Folgen gibt es auf antenne.de und überall dort, wo es Podcasts gibt. Das Konzept für diesen Podcast stammt von der Agentur WSFT Moving Content GmbH. (go)
 

ANGA COM 2018: Rekordzuwachs um 12 Prozent

 

Die Fachmesse & Kongress ANGA COM 2018 fand vom 12. bis zum 14. Juni in Köln statt. Sie ist mit einer Rekordbilanz von 21.700 Teilnehmern und mehr als 500 Ausstellern zu Ende gegangen. Das entspricht einem Teilnehmerzuwachs von 12 Prozent und einer Steigerung der Ausstellerbeteiligung um zehn Prozent. Aufgegangen ist auch das neue Konzept für das erweiterte Kongressprogramm. Dr. Peter Charissé, Geschäftsführer der ANGA COM: „Nach dem Umzug in neue Messehallen in 2017 haben wir dieses Jahr unser Konzept nochmals an vielen Stellen optimiert. Das Kongressprogramm wurde komplett neugestaltet und begeisterte das Publikum unseres Breitbandtags, das Breitbandbüro des Bundes und den VATM.“ Die ANGA COM 2019 wird vom 4. bis 6. Juni 2019 in Köln stattfinden.



Die ANGA COM wird von einer Tochtergesellschaft des Verbandes Deutscher Kabelnetzbetreiber (ANGA) ausgerichtet und seit vielen Jahren vom ZVEI-Fachverband Satellit & Kabel unterstützt. Zu den Kooperationspartnern zählen das Breitbandbüro des Bundes, Broadband TV News, BUGLAS e.V., Cable Europe, Deutsche TV-Plattform e.V., eco e.V., ISBE – International Society of Broadband Experts, SCTE – The Society for Broadband Professionals, VATM e.V., VAUNET e.V. und ZVEI e.V. Sponsor ingpartner sind ASTRA Deutschland, AVM, Nokia, QVC, Telekom Deutschland und Unitymedia. (go)

hr-Rundfunkrat genehmigt Jahresabschluss 2017

 

Der Rundfunkrat des Hessischen Rundfunks (hr) hat den Jahresabschluss 2017 genehmigt und den Verwaltungsrat sowie den Intendanten einstimmig entlastet. Der hr schließt das Haushaltsjahr 2017 mit einem negativen Ergebnis in Höhe von 59 Millionen Euro ab – drei Millionen Euro besser als erwartet. Ursache für das Defizit sind folgende Faktoren: die Auswirkungen des niedrigen Zinses und die damit verbundene höhere Bewertung der Pensionsrückstellungen sowie der Kompromiss mit den Kabelnetzbetreibern und die zu leistenden Einspeise-Entgelte in Millionenhöhe.

hr-Intendant Manfred Krupp bekräftigt in der Hauptversammlung: „Es ist und bleibt auch für die nächsten Jahre notwendig, dass wir unseren Sparkurs konsequent fortsetzen, ohne dass Vielfalt und Qualität unserer Angebote dadurch beeinträchtigt werden. Denn der öffentlich-rechtliche Rundfunk gehört den Menschen in diesem Land, er bietet in einer sich rasant verändernden Medienwelt Gemeinschaft. Täglich nutzen über 82 Prozent der Deutschen unsere Angebote.“ Nur aufgrund seiner wirtschaftlichen und politischen Unabhängigkeit könne der hr gleichermaßen seinem Informations- wie auch Integrationsauftrag nachkommen, so Krupp: „Unsere besonderen Stärken als Landesrundfunkanstalt liegen in unserer Kompetenz und in unserer Glaubwürdigkeit. 87 Prozent der Hessen attestieren uns in jüngsten Umfragen zuverlässige und glaubwürdige Berichterstattung.“

Harald Brandes, Vorsitzender des hr-Rundfunkrats, betont, Schritt für Schritt würde crossmediales Arbeiten implementiert, um im Zeitalter der Digitalisierung die Menschen auf den entsprechenden Wegen zu erreichen. Armin Clauss, Vorsitzender des Verwaltungsrats, sagt, der Hessische Rundfunk habe in der Vergangenheit umfangreiche Sparmaßnahmen umgesetzt: „Jüngstes Beispiel ist der Tarifvertrag über die Neuordnung der Altersversorgung. Weitere Sparprozesse gehen ausschließlich zu Lasten unseres Publikums. Denn dann müssten schmerzhafte Einsparungen im Programm vorgenommen werden – bei wertvollen Inhalten wie Dokumentarfilmen, Hörspielen oder Klassik-Angeboten.“ Der öffentlich-rechtliche Rundfunk habe, wie es in der Gesellschaft üblich sei, einen Anspruch auf Ausgleich der Teuerungsrate, so Armin Clauss. (go)

Mannheimer Morgen: Extra-Ausgabe für Nichtleser-Haushalte

 

Mit einer Extra-Ausgabe der besten Texte, Grafiken, Bilder und ganzen Seiten der vergangenen zehn Monate hat der „Mannheimer Morgen“ (MM) am Samstag, den 16. Juni, alle Nichtleser-Haushalte der Stadt angesprochen. Die Zeitung erschien im üblichen Design und Format. Rund 135.000 angesteuerte Nichtleser-Haushalte bekamen ganze, mono-thematische Seiten, die bereits erschienen waren - oder auf einer Seite mehrere Texte zu verschiedenen Themen. So sollten die Empfänger sehen, „was sie als Nicht-Abonnent verpassen“, sagt Chefredakteur Dirk Lübke.

Die Schlagzeile auf der Titelseite der 32-Seiten-Ausgabe lautet „Das Beste für Mannheimer“, im Fokus standen lokal-regionale Themenschwerpunkte wie Videoüberwachung an öffentlichen Plätzen, Straßenbau und Bahnverkehr. Orientierung bieten Infos zu Erscheinungdatum und Entwicklung des Themas, sowie Links zum Internet-Auftritt der Zeitung.

Der Sprecher der Geschäftsführung der Haas Mediengruppe, zu der der „MM“ gehört, Dr. Björn Jansen, sagte: „Diese Sonderausgabe ist ein High-light im Rahmen einer vierwöchigen Imagekampagne des Mannheimer Morgen, u.a. mit Citylights, Rundfunkspots und Anzeigen zur Qualität unserer Tageszeitung.“

Den 32 Seiten legte der „MM“ noch eine auf 16 Seiten abgespeckte Version des „Wochenende“-Magazins bei, das Abonnenten samstags immer mit mindestens 28 Seiten erhalten. Zudem gibt es für alle Nichtleser ein Gewinnspiel mit Preisen im Gesamtwert von rund 8.000 Euro, darunter ein Vespa-Roller für etwa 3.500 Euro, ein Reisegutschein über 2.500 Euro und ein Rundflug über die Region.

Der Mannheimer Morgen gehört zur Mediengruppe Dr. Haas GmbH und hat mit seinen Partnerzeitungen, dem Südhessen Morgen, dem Bergsträßer Anzeiger, der Schwetzinger Zeitung/ Hockenheimer Tageszeitung und den Fränkischen Nachrichten eine Gesamtauflage von rund 115.000 verkauften Exemplaren. Die Gruppe hält zudem Beteiligungen an privaten Radiosendern und betreibt mehrere Nachrichtenportale im Internet. Zudem bietet sie zahlreiche Dienstleistungen durch ihre Fullservice-Werbeagentur Xmedias GmbH sowie in den Bereichen Direktzustellung und private Briefpost an. (go)

Produzentenallianz bedauert Entscheidung der Ministerpräsidenten zu öffentlich-rechtlichen Mediatheken

 

Auf Kritik bei den Produzenten ist die Beschlussfassung der Ministerpräsidenten von Ihrer Konferenz vom 14. Juni 2018 gestoßen, den öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten die Mediathekennutzung umfassend zu erleichtern. Man sehe bei der Produzentenallianz zwar das Anliegen der Politik und der Rundfunkanstalten, in den Mediatheken für die Gebührenzahler frei zugängliche Inhalte zu gewährleisten. Doch dürften darüber die wirtschaftlichen Notwendigkeiten und legitimen Interessen von Produzenten und Urhebern nicht vergessen werden. Ihre Kreativität und ihre Arbeit sei die Voraussetzung für attraktive Programme für die Zuschauerinnen und Zuschauer.



Ohne überzeugende Begründung und in Benachteiligung europäischer gegenüber amerikanischer Lizenzprogramme, werde den Rundfunkanstalten nun ermöglicht, ihre Nutzung auf eine Dreißig-Tages-Frist für europäische Kaufproduktionen auszudehnen. Die gesamte deutsche Film- und Fernsehproduktionswirtschaft hatte sich nachdrücklich gegen die Aufhebung des Verbots eingesetzt.

Nach Auffassung der Produzentenallianz kommt es jetzt darauf an, in der Mediathekenverwertung der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten verbindliche Spielregeln zu schaffen bzw. weiter zu entwickeln. Für ein umfassendes Regelwerk brauchen die Produzenten und Urheber die entschlossene Unterstützung der Politik:

-Bei Verkäufen von vollfinanzierten Auftragsproduktionen durch die Rundfunkanstalten an Dritte müssen die Produzenten angemessen und fair an den Erlösen beteiligt werden. Die bisherigen Vereinbarungen zwischen den öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten und der Produzentenallianz (Bruttoerlösbeteiligung 18 Prozent beim ZDF, 17 Prozent bei der ARD) sind ab 2019 im Rahmen des Evaluierungsprozesses zur Mitte der Laufzeit der Eckpunktepapiere zu bewerten. Die Produzentenallianz schlägt hierfür einen unabhängigen Bewertungsprozess vor.
 Die Forderungen:

-Die Produzentenallianz konnte für vollfinanzierte Auftragsproduktionen mit dem ZDF einen – freilich in der Höhe gedeckelten – Gewinnzuschlag von 1 Prozent vereinbaren. Im Lichte der Marktentwicklung ist die Angemessenheit zu bewerten. Mit der ARD muss zeitnah über die Einführung eines Gewinnzuschlages verhandelt werden. Natürlich kann auch über Rechteteilung kompensiert werden. Dies würde dem Anliegen der Länder entsprechen, die Grundsätze der Wirtschaftlichkeit und Sparsamkeit besonders zu beachten.


-Bei teilfinanzierten Auftragsproduktionen müssen Finanzierungsbeiträge der Produzenten durch Rechte kompensiert werden. Mit der ARD konnte Anfang des Jahres ein sogenanntes modifiziertes „Schichtenmodell“ zur Rechtebewertung gefunden werden, das nun kurzfristig in Kraft treten muss.


-Die Unterstützung der Länder für die Rechteteilung zwischen Produzenten und Rundfunkanstalten, die in einer klaren Protokollerklärung zum Ausdruck kommt, die auf Anregung der Produzentenallianz beschlossen wurde, muss konsequent erfüllt werden. Bei den bevorstehenden Verhandlungen zu Kino-Coproduktionen gilt es die Vorgaben der Länder für faire Vertragsbedingungen nun bereits so umzusetzen, dass den Produzenten werthaltige Rechte verbleiben, um ihre Investments zurückzudecken. 



-Auf europäischer Ebene muss verhindert werden, das durch eine weite Anwendung des Ursprungslandprinzips in der derzeit im Trilog verhandelten CabSat-Verordnung, die erweiterten Nutzungsmöglichkeiten in den Mediatheken der Sender für die Produzenten auch noch zu einer Vernichtung des europäischen Marktes für ihre Programme führt.
 (go)

Reform des Telemedienauftrags der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten: Ein Kompromiss

 

Die Ministerpräsidenten der Länder haben sich bei ihrer Konferenz in Berlin auf eine Reform des Telemedienauftrags des öffentlich-rechtlichen Rundfunks geeinigt. Danach sollen die öffentlich-rechtlichen Online-Angebote ihren Schwerpunkt in Bewegtbild und Ton haben, um sich von den Angeboten der Presseverlage zu unterscheiden. Für verbleibende Zweifelsfälle richten Rundfunkanstalten und Presseverlage eine gemeinsame Schlichtungsstelle ein. Ein weiterer zentraler Punkt der Reform ist die Abschaffung der sieben-Tage-Regel für Inhalte in den Mediatheken.

Die Vorsitzende der Rundfunkkommission der Länder, Ministerpräsidentin Malu Dreyer, hat die Einigung auf eine Reform des Telemedienauftrags der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten im Anschluss an die Konferenz der Ministerpräsidenten in Berlin begrüßt. Den öffentlich-rechtlichen Sendern werde damit „eine Weiterentwicklung in ihrem digitalen Angebot garantiert und die Interessen der anderen Marktteilnehmer - etwa der Verlage – berücksichtigt“. Es sei wichtig gewesen, „die langjährige Diskussion zwischen Verlegern und Vertretern des öffentlich-rechtlichen Rundfunks über den Umfang von Textangeboten im Internet zu beenden“. Qualitätsjournalismus sei wichtig für unsere Demokratie. Unabhängig davon, wer ihn betreibe, ob öffentlich-rechtliche Anstalten, Zeitungsverleger oder andere Private.

Der Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt, Dr. Reiner Haseloff, nannte die Einigung einen großen Schritt zur inhaltlichen Modernisierung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks. Es sei im Interesse der Nutzerinnen und Nutzer für ihren Rundfunkbeitrag auch im Internet einen hohen Mehrwert zu bekommen. Andererseits müssten die Zeitungsverleger im Internet mit hochwertigem Journalismus Geld verdienen. Eine eindeutige Trennung der Bereiche sei schwierig, aber die Länder hätten sich intensiv bemüht, das Verhältnis der Rundfunkanstalten zu den Zeitungen im Internet auf eine neue rechtliche Basis zu stellen. Das Ergebnis sei ein echter Kompromiss: „Die Zeitungen müssen akzeptieren, dass auch die Rundfunkanstalten Textangebote im Internet zur Wahrnehmung ihrer journalistischen Funktion benötigen. Die Rundfunkanstalten andererseits müssen sich zukünftig mehr Mühe geben, neben einem Text möglichst auch Bewegtbild und Ton in ihre Telemedien zu integrieren.“

Der Präsident des Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger (BDZV) Dr. Mathias Döpfner, begrüßte die Einigung der Ministerpräsidenten auf einen neuen Telemedienauftrag als einen fairen Interessenausgleich: „Der jetzt gefundene Kompromiss sorgt für Klarheit, wo der Schwerpunkt öffentlich-rechtlicher Online-Angebote liegen wird: Im audiovisuellen Bereich, was auch dem originären Auftrag und der herausragenden Kompetenz von ARD, ZDF und Deutschlandradio entspricht.“ Nun könne man sich auf den Wettbewerb mit den Technologieplattformen konzentrieren. Die Chancen der Verlage, journalistische Bezahlangebote im Netz erfolgreich zu etablieren, sei gestiegen, so Döpfner.

Der ARD-Vorsitzende und Intendant des Bayerischen Rundfunks, Ulrich Wilhelm, betonte: „Wir haben die Möglichkeit, unser Mediatheken-Angebot zu verbessern, insbesondere durch europäische Lizenzproduktionen zu ergänzen und die Verweildauern zu verlängern. Bewegtbild und Ton sollen den Schwerpunkt unserer Angebote bilden, Text wird weiter zulässig sein. Natürlich mussten alle Beteiligten Zugeständnisse eingehen. Am Ende macht die Einigung der Länder aber den Weg frei, uns gemeinsamen Herausforderungen in einer sich rasant verändernden Medienwelt zu stellen."

ZDF-Intendant Dr. Thomas Bellut lobte die Einigung als wichtigen Schritt auf dem Weg in eine digitale Medienordnung. „Die Herausforderungen der Zeitungen und Zeitschriften habe ich immer verstanden. Sie müssen ihre Produkte digital anbieten, obwohl im Netz nur wenig Bereitschaft besteht, dafür auch zu zahlen. Die beitragsfinanzierten Rundfunkanstalten sollten den Verlagen den Freiraum für neue Geschäftsmodelle lassen - im gemeinsamen Interesse der Qualitätsmedien. Das ZDF habe sein Onlineangebot deshalb immer stärker auf seine Videoplattform, die ZDF-Mediathek, und ein kompaktes Nachrichtenangebot, die heute.de, konzentriert. Um jüngere Menschen zu erreichen sei aber auch das Text-Angebot im Netz wichtig – zum Beispiel vor Wahlen. 

Der Intendant des Deutschlandradios, Stefan Raue, erklärte, Meinungsbildungsprozesse fänden zunehmend online statt, und private und öffentliche Qualitätsmedien seien gleichermaßen wichtig: „Mit der Einrichtung einer Schlichtungsstelle können eventuelle Probleme in der Zukunft leichter untereinander gelöst werden.“ Der neue Telemedienauftrag ermögliche dem öffentlich-rechtlichen Rundfunk insgesamt und Deutschlandradio als einzigem bundesweitem Radiosender eine zeitgemäße Weiterentwicklung, sagte Raue: „Die Kernkompetenz der Programme Deutschlandfunk, Deutschlandfunk Kultur und Deutschlandfunk Nova in den Bereichen Politik, Kultur und Wissen ist gerade in der digitalen Welt der Zukunft besonders notwendig. Für uns stehen daher Audioangebote wie die Dlf Audiothek und Podcasts, aber auch aktuelle Hintergrundangebote zu relevanten Themen im Mittelpunkt.“ (go)

medien.barometer berlinbrandenburg: Medienunternehmen reagieren auf Digitalisierung

 

Auf eine höhere Komplexität einer zunehmend digitalisierten Arbeitswelt reagieren die Medienunternehmen zunehmend mit flexiblen Arbeitszeitmodellen und Weiterbildungsmaßnahmen. Allerdings bleiben fehlende Fachkräfte vor allem im Bereich IT/Software und Programmierung ein Problem. Das sind die wichtigsten Erkenntnisse des medien-barometers berlinbrandenburg 2018, das Medienboard, medianet und die Investitionsbanken beider Länder erhoben haben. Seit 15 Jahren gibt es diese Studie zum Geschäftsklima, seit 2011 ist sie repräsentativ.

55 Prozent der Berlin-Brandenburger Medienunternehmen sind mit dem Geschäftsverlauf zufrieden, 30 Prozent teils-teils, 15 Prozent sind unzufrieden oder sogar sehr unzufrieden. Die leicht abgeschwächte Zufriedenheit im Vergleich zum Vorjahr führte Helge Jürgens, Geschäftsführer des Medienboards Berlin-Brandenburg, bei der Vorstellung des medienbarometers auf Unsicherheiten bei der Digitalisierung zurück. Die Vorstandsvorsitzende des medianets berlinbrandburg, Andrea Peters, nannte als weiteren Grund, dass die „Branche extremst im Projektgeschäft“ sei. Hinzu käme noch das Problem steigender Mieten in der Stadt.

Der Umsatz der Bereiche Medien, IKT und Kreativwirtschaft in der Region stieg laut Senat im Vergleich zum Vorjahr um über drei Milliarden Euro und betrug 2015 40,5 Milliarden Euro. Das sei ein Umsatzanteil an der Gesamtwirtschaft der Region von 14,3 Prozent. Neuere Angaben liegen nicht vor. (gp) 

El Cartel Media startet neuartige Addressable TV-Spots


Das Ad Lab von El Cartel Media hat die Werbeform „Switch-In Exchange“ entwickelt. Sie erlaubt es, standardisiert und gezielt TV-Spots im linearen Programm zu schalten. Genutzt werden hierfür die Programmankündigungen (Trailer) von RTL II. Diese Flächen werden mit den Spots der Kunden überblendet. Addressable TV erlaubt dabei auch das Targeting auf bestimmte Zielgruppen.

Dabei kommt die ATV-Plattform des Technologiepartners smartclip aus Hamburg zum Einsatz. Der Markttest setzt auf den Standard HbbTV 1.5, den rund die Hälfte der Smart-TV-Geräte in Deutschland unterstützt. Das gewährleistet eine hohe Reichweite der Kampagnen.

Coca-Cola (betreut von MediaCom, Düsseldorf) und 20th Century Fox (Mindshare, Frankfurt) haben den „Switch-In Exchange“ als erste Kunden gebucht. Ihre 30- Sekünder promoten die „Mach dich bereit!”-Kampagne von Coca-Cola zur Fußball Weltmeisterschaft 2018 sowie den Kinostart des Films „Love, Simon“.

Der „Switch-In Exchange“ ist nach Context-Split, Format-Branded-Postsplit, Switch-In-Sponsoring und Chat-Break bereits die fünfte exklusive Werbeform, die das Ad-Lab-Team von El Cartel Media entwickelt hat. (go)
 

 

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