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Döpfner und Verlag Axel Springer in Bestform


„Ihr Unternehmen ist in historischer Bestform!“ So eröffnete Vorstandschef Mathias Döpfner die Hauptversammlung des Verlages Axel Springer am Donnerstag in Berlin. Döpfner konstatierte ein Plus beim EBITDA von 53 Prozent auf ein „Allzeithoch“ von 510,6 Millionen Euro. Die Verschuldung konnte weiter abgebaut werden, der bereinigte Konzernüberschuss betrage 283 Mio. Euro.

Zum Joint Venture mit Ringier in Osteuropa stellte Döpfner fest, die Erwartungen seien übertroffen worden. Springer könne seinen Aktionären „eine Rekorddividende“ von 4,80 Euro pro Aktie zahlen. In diesem Jahr geht der Konzern von einem zweistelligen Zuwachs beim EBITDA aus, sagte Finanzvorstand Lothar Lanz.

Trotz aller Zufriedenheit mahnte Döpfner eines an: Die Bilanz sei eine gute „Startposition“. Ziel müsse bleiben, in spätestens sieben Jahren 50 Prozent des Umsatzes im Print und die andere Hälfte im digitalen Geschäft zu erwirtschaften. Döpfner erinnerte daran, dass seit 1985 die Wertsteigerung des Unternehmens 124 Prozent betrug, seit 2002 seien es allein 151 Prozent gewesen.

Drei Dinge sieht der Springer-Chef für den Erfolg: „Wenn man sich nicht selbst kannibalisiert, machen es andere.“ Zum Zweiten dürften keine Silos gebaut werden – einen für Print und einen für Online. Alle Redakteure müssten alle Vertriebswege bedienen. Zum Dritten stellte Döpfner klar, „Vorrang haben die Inhalte. Wir sind Inhalteexperten.“ Auf Aktionärsnachfragen zum Print-Stellenwert sagte der Vorstandsvorsitzende, Zeitungen und Zeitschriften würden länger erfolgreich sein als von vielen prognostiziert. Die Verluste aus sinkenden Auflagen würden durch „konstante, regelmäßige Erhöhungen der Vertriebserlöse“ ausgeglichen. So werde es möglich, die Erlöse stabil zu halten. Aber, so Döpfner später, „Smartphones und Tablets werden die Zeitungen der Zukunft sein“. (GP)