Titel textintern
Die neueste Print-Ausgabe wird jeden Mittwoch unseren Abonnenten zugestellt.
text intern
liefert die wichtigsten Personal-News der Woche, zeigt die besten Fotos von Events und nennt die Geburtstage von Ihren Geschäftspartnern.
Bitte die email angeben.Kein Mailformat
Newsletter bestellen oder abbestellen

Presseverleger begrüßen Wettbewerbsentscheidung der EU-Kommission gegen Google

 

Der Verband Deutscher Zeitschriftenverleger (VDZ) und Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger (BDZV) begrüßen die formale Feststellung der EU-Kommission vom heutigen Tag, dass Google sein Quasi-Monopol im Bereich der Online-Suche missbraucht hat.

Die EU-Wettbewerbsbehörde sieht es als erwiesen an, dass Google seine Marktmacht durch die bessere Darstellung eigener Dienste in den Suchergebnissen begünstigte. Die Kommission verhängte ein Bußgeld von 2,42 Milliarden Euro und forderte Google auf, den Missbrauch innerhalb einer Zeitspanne von 90 Tagen abzustellen.

„Wir begrüßen, dass die Kommission der Missbrauchsbeschwerde unserer Verbände stattgegeben und Google zur Gleichbehandlung aller Angebote verpflichtet hat“, erklärten die Präsidenten von VDZ und BDZV, Dr. Stephan Holthoff-Pförtner und Dr. Mathias Döpfner

Die heutige Entscheidung sei von historischer Tragweite, so die Verbände. Erstmalig stelle eine Wettbewerbsbehörde klar, dass auch in der digitalen Welt solche Dienste, die für den Wettbewerb wesentlich sind, weil sie den Zugang zu bestimmten Verbrauchergruppen kontrollieren, ihre Leistungen diskriminierungsfrei erbringen müssen. Bei der Umsetzung müsse die EU-Kommission sicherstellen, dass die von Google vorgenommene Abhilfe allen Marktteilnehmern gleiche Wettbewerbschancen vermittle. Sie solle außerdem dafür sorgen, dass auch die weiteren laufenden Verfahren gegen Google zum Abschluss gebracht werden (unautorisierten Nutzung von Verlegerinhalten/Bündelung von Android mit anderen Google-Diensten).

Mit einer Missbrauchsbeschwerde hatten VDZ und BDZV bereits im Jahr 2009 formal auf Googles Begünstigung eigener Dienste hingewiesen und so das Wettbewerbsverfahren mit angestoßen. In den Jahren 2012 bis 2014 konnten die Verbände wesentlich dazu beitragen, Versuche abzuwenden, das Verfahren gegen Zusagen einzustellen, die die Wettbewerbsprobleme nicht gelöst hätten. (go)
 

Countdown für den Kongress Change Media Tasting

 

Der Medienkongress Change Media Tasting ist am 11. Juli zum zweiten Mal in Stuttgart Treffpunkt für Manager und Kreative aus ganz Deutschland. Themen sind digitale disruptive Trends, ein Fokus liegt auf Potenzialen von morgen etwa durch das chinesische WeChat, Augmented- und Virtual Reality, Storytelling, Social Media und Influencer, innovative Plattformen und Content-Angebote. Die Change Media Tasting ist aus der TV Komm. hervorgegangen und wird von Unitymedia und der Landesanstalt für Kommunikation (LFK) gefördert.

200 Medienmanager aus ganz Deutschland werden erwartet, außerdem über 30 Redner von Content-Anbietern, Sendern, Medienhäusern, Plattformbetreibern, Vermarktern, Regulierern oder Kreativ-Agenturen. 12 minütige-Präsentationen wechseln sich ab mit Diskussionen und Interviews. Frank Apfel, Veranstalter der Change Media Tasting, sagt: „Neu auf der Kongress-Agenda sind Trends aus dem Ausland, die in wenigen Monaten auch Deutschland und Europa verändern werden. So stehen China und die neuen Kommunikationsmöglichkeiten durch WeChat genauso im Mittelpunkt wie neue Vermarktungsformen durch Augmented Reality oder die gerade international prämierte Walking Dead-Kampagne von RTLII und Fox.“ Apfel ist Gründer und Geschäftsführer der Marketingagentur Apfel Programm Marketing GmbH & Co. KG.

Zu den Speakern gehören aber auch Entscheider von Sky Deutschland, fischerAppelt, Funke-Mediengruppe, ARD und ZDF, Discovery, Storymaker, Motor Presse, SWR, Goldmedia, LFK, Unitymedia, IBM Deutschland, ProSiebenSat.1, Ebner Verlag, LFK, Hochschule der Medien oder Telekom Deutschland.

Konzept des Kongresses ist es auch, die Branche weiter zu vernetzen und Ideen für Partnerschaften und Kooperationen auch mit Newcomern und Innovatoren zu entwickeln. (go)

PR-Kollektiv für innovative Unternehmen


Mit Enterie Collective (http://enterie.com) hat sich ein PR-Netzwerk gegründet, das innovative Unternehmen aller Branchen, die in neue Märkte expandieren wollen, kommunikativ betreuen will. Zusammengeschlossen haben sich unabhängige PR-Agenturen aus sieben europäischen Ländern (Deutschland, Polen, Dänemark, UK, Spanien, Portugal und Frankreich).

Sie bieten fachliches Know-how und professionelle Insights zum Zielmarkt. Für die Betreuung von Unternehmen, die in den deutschsprachigen Markt (DACH) eintreten wollen, zeichnet die Berliner Agentur m3 PR (https://www.m3pr.de) verantwortlich. Enterie Collective biete Kunden Profis vor Ort. „Außerdem können wir mit unserem Kollektiv quasi von jetzt auf gleich die Kommunikation in andere Ländern ausrollen“, erklärt Magdalena Górak, Geschäftsführerin der polnischen Agentur Profeina und Ideengeberin zu Enterie Collective.(go)
 

Data Journalism Award für das Interaktiv-Team der Berliner Morgenpost


Am gestrigen Abend hat das Interaktiv-Team der Berliner Morgenpost den ‚Data Journalism Award’ in der Kategorie ‚Bestes PortfolioTeam’ gewonnen. Verliehen wurde die Auszeichnung vom Global Editors Network (GEN). Ausgezeichnet wurden somit unter anderem Arbeiten wie die interaktive Anwendung ‚Wo sich die Parteien auf ihre Wähler verlassen können’, die eine Analyse des Wahlverhaltens in Deutschland seit 1990 abbildet und eine umfangreiche Auswertung des Koalitionsvertrages von Rot-Rot-Grün in Berlin beinhaltet. Weiterhin Arbeiten wie die Darstellung ‚So gefährlich ist Ihr Kiez’, die repräsentiert, wie es sich mit der Kriminalität in der Hauptstadt verhält. Die Unit, die auch seit 2015 alle weiteren Funke-Regionalmedien bei der Umsetzung unterstützt, nutzt alle Möglichkeiten des Webs und experimentiert auch mit Roboterjournalismus. Carsten Erdmann, Chefredakteur der Berliner Morgenpost und Gründer des Interaktiv-Teams: „Digitaler Journalismus funktioniert, wenn Entwickler, Journalisten und Designer in einem Team, im Newsroom, eng zusammenarbeiten. Das ist für den Journalismus eine große Chance mit noch viel Potenzial.“ (ah)

Kongress „Zeitung Digital"

 

Zum 17. Mal in Folge luden BDZV und WAN-IFRA am 22./23. Juni 2017 zum Kongress „Zeitung Digital" ein. In diesem Jahr stand der Kongress ganz im Zeichen von Social Publishing, Native Advertising, Start-ups und Innovationen im lokalen Geschäft. Beleuchtet wurden dabei Chancen und Herausforderungen für Verlage. Thomas Düffert, BDZV-Vizepräsident und CEO der Madsack Mediengruppe, betonte: „Collaboration ist the key: Der Schlüssel zum Erfolg liegt in der Zusammenarbeit. Wenn wir als Branche die Antworten auf die digitalen Fragen finden wollen, dann geht das nur gemeinsam.“ Wahrhaftigkeit, Unabhängigkeit und Mut würden seiner Meinung nach „vielleicht sogar noch viel mehr, im digitalen Journalismus gelten“. Michael Golden, Vice Chairman Board of Directors der „NYT“ und vor Kurzem gewählter WAN-IFRA-Präsident, warnte vor einer Zukunft, in der die Kunden sich schneller verändern als die Verlagsunternehmen. Im weiteren Verlauf diskutierten unter anderem Christoph Keese, Geschäftsführer Axel Springer hy GmbH, und Frank Briegmann, Zentraleuropa-Chef des Musikkonzerns Universal, zum Thema „Beats and Bits – Vom radikalen Wandel in der Musikindustrie“. Weitere Redner des Kongresses waren Laura Himmelreich, Chefredakteurin „Vice.com“, Wolfgang Büchner, Chief Content Officer der Madsack Mediengruppe Julia Bönisch, „SZ.de“-Chefredakteurin, Jörg Quoos, Chefredakteur der Funke Zentralredaktion, sowie der amerikanische Medien-Experte John Wilpers, Senior Director USA, Innovation International Media Consulting. (ah)

Digitales Audio weiterhin auf Wachstumskurs


Die Arbeitsgemeinschaft Media-Analyse e.V. (agma) hat die ma 2017 IP Audio II veröffentlicht. Die aktuellen Zahlen belegen, dass die Nutzung digitaler Audio-Angebote weiterhin wächst. Pro Monat werden die ausgewiesenen Angebote knapp 260 Millionen Mal abgerufen, wobei eine durchschnittliche Session bei 57 Minuten liegt.

Frank Bachér, Digitalchef beim Audio-Vermarkter RMS bestätigt das Potenzial digitaler Angebote. „Schließlich entwickelt sich Audio immer mehr zu einem interaktiven Rückkanal, der völlig neue Werbeformen erlaubt. Innovationen wie Audio Sync Display, Sprachassistenten, Dynamic Creatives und Hearables bieten Werbetreibenden unzählige kreative Werbeansätze. Somit werden Hörer so gezielt wie nie zuvor den ganzen Tag über angesprochen.“

Die ma IP Audio dokumentiert die Streamingabrufe über alle Empfangswege – stationäres/mobiles Web, WLAN-Radio, externe Player, Radionutzung über Apps und umfasst 73 Publisher, 657 Channels, zwei User-Generated-Radios und einen Musik-Streamingdienst. Im Vergleich zur letzten Ausweisung ist der gesamte Audio-Markt um drei Prozent gewachsen. Der Leistungswert Hörstunde steigt für die Summe aller Online-Audio-Angebote um sieben Prozentpunkte auf über 246 Millionen Hörstunden. (go)
 

25 Jahre Lokalrundfunktage

 

Radio- und Fernsehmacher treffen sich am 4. und 5. Juli in Nürnberg zu den Lokalrundfunktagen. Themen: Programm, Marketing, Technik – was gibt es Neues im lokalen Rundfunk? In welche Richtung entwickeln sich die lokalen Radio- und TV-Sender?

In diesem Jahr feiern die Lokalrundfunktage 25-jähriges Jubiläum mit internationalen Referenten und aktuellen Diskussionen. Ein Schwerpunktthema: Welchen Nutzen ziehen Moderatoren und Programm-Macher aus Daten? Das Radio müsse in Zeiten von Streaming-Diensten mehr bieten als Musik. Den Vortrag dazu hält Joel Sucherman, Director of Digital Products beim amerikanischen Sendernetzwerk NPR.

Traditionell werden im Rahmen der Eröffnungsveranstaltung der Lokalrundfunktage die BLM-Hörfunk- und Fernsehpreise verliehen sowie die Ergebnisse der Funkanalyse Bayern präsentiert. (go) 

„Hessischer Preis für junge Journalisten“

 

Am 25. Juni 2017, wurde in Bad Wilhelmshöhe (Kassel) der Hessische Preis für junge Journalisten überreicht. Der Preis ist mit insgesamt 10.000 Euro dotiert und wird vom Verband Hessischer Zeitungsverleger e.V. seit 1989 jährlich ausgeschrieben. Damit soll der journalistische Nachwuchs in Hessen gefördert und die Bedeutung des Lokaljournalismus unterstrichen werden.

In der Kategorie Print (5.000 Euro) wurde Christian Palm für seinen am 22. Januar 2016 in der „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ erschienenen Beitrag „Lebenslauf mit Aktenlage“ ausgezeichnet.

Den Preis in der Kategorie Online (5.000 Euro) erhielten zu gleichen Teilen Nina Hewelt und Jörn Wenge für ihren am 29. Mai 2016 auf www.faz.net erschienenen Beitrag „Kleben, walzen, schneiden, falzen“.

Neben Volontären hessischer Zeitungen, Journalistik-Studenten in Hessen und langjährigen freien Mitarbeitern bei Zeitungen im Bundesland können sich auch Jungredakteure (bis 30 Jahre) bewerben. Die Arbeiten sollen thematisch originell, gründlich recherchiert, treffend formuliert und lesergerecht aufbereitet sein. Sie sollen sich mit lokalen Themen innerhalb des Bundeslandes beschäftigen und Zusammenhänge verständlich machen. Alle Darstellungsformen sind erlaubt. Ausgezeichnet werden herausragende Arbeiten in Print und Online.

Der unabhängigen Jury gehören neben dem Vorsitzenden Werner D’Inka („Frankfurter Allgemeine Zeitung“) Prof. Dr. Gregor Daschmann (Johannes Gutenberg-Universität, Mainz), Lars Hennemann („Darmstädter Echo“), Sabine Köhler-Lindig („Gießener Anzeiger“), Jens Nähler („Hessische/Niedersächsische Allgemeine“, Kassel) und Anna Ntemiris „Oberhessische Presse“, Marburg) an. (go)

Sonderpreis für Deniz Yücel

 

Deniz Yücel wurde im Rahmen der Preisverleihung des Journalistenpreises der deutschen Zeitungen – Theodor-Wolff-Preis (TWP) - am 21. Juni im Radialsystem V in Berlin der Sonderpreis verliehen. Der Preis wird erstmalig verliehen und soll ein Zeichen für Pressefreiheit setzen. Der Korrespondent der Tageszeitung „Die Welt“ ist seit 123 Tagen unter fragwürdigen Umständen in der Türkei inhaftiert. Stellvertretend für ihn nahm seine Frau die Auszeichnung entgegen und erzählte: „Wir laufen einen Marathon [...] Ich werde erst das Ziel erreichen, wenn Deniz wieder frei ist.“ 


Nominiert waren neben Yücel zwölf Beiträge in drei Kategorien sowie das Thema des Jahres. Für seine Reportage „Der Code des Bösen“ (Welt am Sonntag, Berlin) über einen deutschen Informatiker, der an der Enttarnung eines gesuchten Hackers beteiligt war, wurde Marc Neller mit dem Theodor-Wolff-Preis ausgezeichnet. In der Sparte Lokales erhielt Anja Reich („Berliner Zeitung“) den mit 6.000 Euro dotierte Preis für „Die Deutschmacherin“: In dem Beitrag wird der Alltag einer Mitarbeiterin im Berliner Bürgeramt Neukölln anhand zahlreicher Beobachtungen portraitiert. Sie hat die Entscheidungsgewalt darüber, wer die deutsche Staatsbürgerschaft erhält und wer nicht. Hans Monath (Der Tagesspiegel“, Berlin) erhält die Auszeichnung in der Sparte „Meinung“. Sein Beitrag „Der Hochmut der Vernünftigen“ zeigt anhand zahlreicher Beispiele auf, weshalb gute Argumente bei breiten Bevölkerungsschichten auf Widerstand stoßen. Zum Thema des Jahres wurde der „Populismus“ gewählt. Nicolas Richter (Süddeutsche Zeitung, München) bekam den Preis für „Klingt verrückt“. In dem Beitrag hatte er bereits Januar 2016 den möglichen politischen Aufstieg Donald Trumps vorhergesagt. (ah)

DuMont – neue Strukturen, gutes Ergebnis

 

Die DuMont Mediengruppe hat im Geschäftsjahr 2016 das Strategieprogramm „Perspektive Wachstum“ umgesetzt. Die Konzernrechnungslegung wurde von den International Financial Reporting Standards (IFRS) auf deutsches Handelsrecht (HGB) umgestellt und Änderungen wurden im Konsolidierungskreis vorgenommen. Bei den Vorjahreszahlen zu Umsatz und EBITDA nimmt der Geschäftsbericht auf vergleichbar gerechnete HGB-Werte Bezug

Der konsolidierte Umsatz erhöhte sich trotz rückläufiger Marktentwicklung der Medienbranche im Vergleich zum Vorjahr um ein Prozent auf 592 Millionen Euro. Das um einmalige Sondereffekte (vor allem Restrukturierungskosten) bereinigte EBITDA lag bei rund 67 Millionen Euro und verbesserte sich um 42 Prozent zum Vorjahr. Das operative Ergebnis lag bei rund 52 Millionen Euro. Nach Abzug von Abschreibungen, Finanzergebnis und Steuern erwirtschaftete die DuMont Mediengruppe einen Konzernjahresüberschuss von 3,2 Millionen Euro. 2016 entstanden Belastungen in Höhe von rund 25 Millionen Euro vorrangig in der Zustellung vor allem in Sachsen-Anhalt und Berlin durch die Umstellung von Stück- auf Zeitlohn.

Zur Bilanz: Das Eigenkapital der Gruppe erhöhte sich auf 162 Millionen Euro, die Eigenkapitalquote verbesserte sich auf 32,4 Prozent nach 14 Prozent im Vorjahr (IFRS). Die Bankverbindlichkeiten betrugen zum Bilanzstichtag 13 Tausend Euro bei ungenutzten Kreditlinien in dreistelliger Millionenhöhe. Die Zahl der Mitarbeiter der Mediengruppe stieg im Berichtsjahr von 3.376 auf 3.637. 

Die positive Geschäftsentwicklung 2016 ist das Ergebnis des strategischen Programms „Perspektive Wachstum“, mit dem die DuMont Mediengruppe seit Ende 2014 neu ausgerichtet wurde: Regionale Medienhäuser wurden gebildet, und die Organisation wurde auf die digitale Transformation ausgerichtet. So stieg die Profitabilität der Regionalmedien bereits 2016 deutlich. Prozesse der Management- und Medienservices wurden gruppenweit standardisiert und digitalisiert und die Geschäftsfelder Business Information und Digital vorangetrieben. Zur neuen Personalstrategie gehören eine gezielte Aus- und Weiterbildung und individuelle Programme wie die DuMont Management-Akademie mit Spezialisten aus Wirtschaft und Wissenschaft oder Studienreisen an Hotspots digitaler Innovation wie New York und Open-Network-Veranstaltungen für alle Mitarbeiter.

Die Regionalmedien konnten ihre Werbe- und Vertriebserlöse bei sinkenden Auflagen der Zeitungen steigern. Ein neues Logistikkonzept und effiziente Prozesse ermöglichten dies trotz des Mindestlohns vor allem in Sachsen-Anhalt und Berlin. Zur Strategie gehören auch Kooperationen von Zeitungsmarken mit gemeinsamem Newsroom und Veranstaltungsmanagement. 2016 konnten außerdem die Reichweiten der digitalen Angebote von Zeitungen wie Kölnische Rundschau, Berliner Zeitung, Mitteldeutsche Zeitung oder Hamburger Morgenpost um 15 Prozent gesteigert werden. Im Mai 2017 wurde erstmals die Grenze von 64 Millionen Visits übersprungen – die Hälfte davon über mobile Geräte.

Die Mitteldeutsche Zeitung Mediengruppe baute ihren Logistikbereich aus, der neben Tageszeitung und Anzeigenblättern monatlich inzwischen rund 3,5 Millionen Briefe und Pakete zustellt. Damit ist die Logistiksparte der größte private Post-Dienstleister in Sachsen-Anhalt. Zudem hat DuMont in die Drucktechnik sowie die Automatisierung der Weiterverarbeitung investiert und konnte das Produktportfolio für Werbepartner ausbauen.

2016 wurde der Berliner Verlag neu ausgerichtet, verbunden mit dem Einzug in das neue Gebäude in Kreuzberg. Der Fokus liegt auf digitalen Angeboten. Der gemeinsame Newsroom von Berliner Zeitung und Berliner Kurier produziert seit Februar 2017 Zeitungen und digitale Angebote beider Titel und entwickelt mit klarem Fokus auf Berliner Themen neue Formate.

Die Hamburger Morgenpost Medien verzeichneten im Berichtsjahr einen Auflagenrückgang der Zeitung, haben aber die Reichweite ihres Digitalangebots Mopo.de ausgebaut und durchschnittlich mehr als elf Millionen Visits im Monat verzeichnet. Im Zuge der digitalen Transformation wurde die Vermarktung neu aufgestellt und das Projekt „agile Redaktion“ aufgesetzt.

Der Aufbau der dritten Säule „Digital“ soll das Wachstum des Unternehmens mittelfristig sicherstellen. Im Fokus stehen dabei intermediäre Angebote, die Kommunikationstreibenden und Konsumenten entgegenkommen. Dazu gehört auch die 75-Prozent-Beteiligung am Cloud-Service-Anbieter Facelift, dessen „Software as a Service“ in Deutschland gehostet wird und für Social Media Management-Software steht. Die Transaktion wurde Anfang 2017 umgesetzt und ist nicht Bestandteil der Jahresrechnung 2016. Kürzlich hatte DuMont die 36,5 Prozent-Beteiligung an censhare bekanntgegeben, einem Anbieter für Markting Cloud Services aus München. Diese Beteiligung steht noch unter Vorbehalt der Zustimmung des Kartellamts. DuMont Digital ist außerdem über den Venture-Fonds Capnamic an jungen Digitalunternehmen beteiligt.

Im Geschäftsfeld Business Information haben die Fachmedien ihren Digitalisierungsgrad durch neue Web-Plattformen und -Portale ausgebaut, ebenso den Fachveranstaltungsbereich. (go) 

 

 

 

| Ältere Beiträge >>