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Digitalaktivitäten treiben Springer-Umsatz


Vor allem das digitale Rubrikengeschäft und insbesondere die Jobportale treiben den Springer-Umsatz. „Die Zwischenbilanz fällt sehr erfreulich aus“, konstatierte Axel-Springer-Vorstandschef Mathias Döpfner bei der Vorstellung der Halbjahreszahlen. Dank der guten Entwicklung habe Axel Springer seine interne Planung leicht übertroffen.

Die digitalen Aktivitäten hätten 69 Prozent des Konzernumsatzes und 85 Prozent der Werbeerlöse generiert, so Döpfner. 80 Prozent des bereinigten Konzern-Ebitda kämen aus dem digitalen Bereich. Vier von fünf Euro verdiene Axel Springer im digitalen Geschäft, vor allem durch die Classifieds Media. Hier setzt der Konzern die Jahresprognose nach oben. Sie sollten durch gezielte Investitionen gestärkt werden.

Insgesamt wuchsen die digitale Aktivitäten organisch um 9,4 Prozent. Bildplus verzeichnete zu seinem fünfjährigen Bestehen im Juni erstmals über 400.000 Digitalabonnenten. Zusammen mit Weltplus zählten beide Digitalangebote fast 485.000 zahlende Kunden. Für Döpfner ein klares Zeichen, dass die Kunden bereit sind, für digitale Angebote zu zahlen. Das Wirtschaftsnachrichtenangebot Business Insider habe schon im ersten Halbjahr die Gewinnzone erreicht, geplant war sie im zweiten.

Das bereinigte Ebitda der News Media wuchs im ersten Halbjahr um 2,3 Prozent auf 113,4 Mio. Euro (Vorjahr 110,9 Mio.). Organisch verzeichnete es einen Rückgang um 6,6 Prozent. Finanzvorstand Julian Deutz verwies darauf, dass das Digitalgeschäft, das in diesem Segment 36 Prozent der Umsätze generiere, die rückgängigen Printerlöse im ersten Halbjahr „erfolgreich und komplett“ auffangen habe. Döpfner stellte klar, „anders als die meisten unserer Wettbewerber investieren wir nicht in unwirtschaftliche Auflagenentwicklung, sowohl was Abonnement als auch Einzelverkauf betrifft“. Springer sehe den Auflagenschwund als „gegeben, als unumkehrbar“. Deswegen verliere man in den IVW-Kategorien deutlich, konzentriere sich stattdessen aber auf das digitale Zukunftsgeschäft und investiere dort.

Insgesamt bestätige der Konzern seine Jahresprognose. Axel Springer erwarte einen Anstieg des Konzernumsatzes im niedrigen bis mittleren einstelligen Prozentbereich, so Deutz. Das gelte auch für das organische Umsatzwachstum. Für das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) geht der Konzern von einer Zunahme im niedrigen zweistelligen Bereich aus. (gp)
 

Pay-TV-Markt wächst


Pay-TV und Videodienste im deutschsprachigen Raum verzeichnen eine steigende Nachfrage und investieren verstärkt in lokale Eigenproduktionen. Das sind die zentralen Ergebnisse der Marktanalyse Pay-TV in Deutschland 2018, die Vaunet, der Verband Privater Medien, in München vorgestellt hat.

Deutschland produziere mehr mehr Serien als je zuvor, erklärte Hannes Heyelmann„ Managing Director bei Turner. „Die Programminvestitionen betrugen 2017 rund zwei Milliarden Euro, davon entfiel bereits ein dreistelliger Millionenbetrag auf lokale Eigenproduktionen“, so Frank Giersberg, Mitglied der Vaunet-Geschäftsleitung Markt- und Geschäftsentwicklung. Marcus Ammon, Senior Vice President Film & Entertainment bei Sky Deutschland, erinnerte an Sky-Eigenproduktionen wie Babylon Berlin, X Factor, Das Boot, 8 Tage und Der Pass. Davon profitierten Kunden wie auch Industrie.

Die Zahl der Pay-TV-Abonnenten erreichte im Jahr 2017 rund 7,7 Millionen in Deutschland. Im Vorjahr waren es 7,5 Millionen. Für das laufende Jahr 2018 prognostiziert Vaunet einen Zuwachs um bis zu 0,3 Millionen Abonnenten auf rund acht Millionen in Deutschland sowie rund neun Millionen Abonnenten im gesamten deutschsprachigen Raum.
 
Die Umsätze aus Pay-TV und Paid-Video-on-Demand sind  laut Vaunet im vergangenen Jahr um rund 15 Prozent auf rund 3,1 Milliarden Euro in Deutschland (2016: rund 2,7 Milliarden) beziehungsweise auf circa 3,5 Milliarden Euro in der DACH-Region (2016: rund drei Milliarden Euro) angestiegen. In diesen Werten enthalten seien Pay-TV-Umsätze, die um rund sieben Prozent auf etwa 2,3 Milliarden Euro in Deutschland beziehungsweise auf rund 2,6 Milliarden Euro in der DACH-Region angestiegen sind. Für das laufende Jahr wird ein weiterer Anstieg der Pay-TV-Umsätze um bis zu fünf Prozent, der Paid-Video-on-Demand-Umsätze um rund 20 Prozent und damit des gesamten Pay-TV- und Paid-Video-on-Demand-Umsatzes um bis zu zehn Prozent auf rund 3,8 Milliarden Euro prognostiziert.
 

Sieg für die Öffentlich-Rechtlichen

Der Rundfunkbeitrag in Deutschland ist mit einer Ausnahme verfassungskonform. Das hat das Bundesverfassungsgericht am Mittwoch in Karlsruhe verkündet. Einzig der Beitrag für die Zweitwohnung entspricht nicht dem Grundsatz der Belastungsgleichheit. Die Bundesländer sind verpflichtet, hier bis zum 30. Juli 2020 eine Neureglung zu schaffen, erklärte der Vorsitzende Richter des Ersten Senats, Ferdinand Kirchhof. Bis dahin könnten die Betroffenen nach dem heutigen Urteil Befreiungsanträge stellen. Der Beitrag sei auch in der Höhe von 17,50 Euro angemessen und verfassungsrechtlich nicht zu beanstanden.
Die Neuregelung der Gebühren pro Haushalt 2013 hatte ein Prozesslawine losgetreten. Letztlich waren drei Privatleute sowie der Autoverleiher Sixt vor das Bundesverfassungsgericht gezogen. ARD, ZDF und Deutschlandradio nehmen mit dem Beitrag rund acht Milliarden Euro jährlich ein. (gp) 

Europaparlament tritt auf die Bremse

Das Europaparlament in Straßburg hat die Reform des EU-Urheberrechts zunächst gestoppt. 318 Abgeordnete stimmten für den Entwurf, 278 dafür. Damit geht der Entwurf mit den zwei besonders umstrittenen Artikeln zu Upload-Filtern und Verlegerrecht nicht in die Mitgliedsstaaten. Stattdessen wird sich das Parlament erneut damit befassen. Das soll wahrscheinlich im September geschehen.

Die deutschen Zeitungs- und Zeitschriftenverleger (BDZV und VDZ) bedauerten die Vertagung, setzen aber weiter auf das grundsätzliche Interesse der Parlamentarier. „Ohne ein eigenes Schutzrecht der Presse können die Netzgiganten weiterhin digitale Produkte der Zeitungen und Zeitschriften für kommerzielle Zwecke nutzen, ohne hierfür zu zahlen. Damit wird Investitionen und Innovationen im Bereich professioneller journalistischer Angebote in der digitalen Welt eine wesentliche Grundlage entzogen“, sagten Sprecher der Verbände. Der Verband der privaten audiovisuellen Medien Vaunet sieht die Chance für eine zügige Einigung vertan. „Wir bedauern, dass der Mythos, das Internet werde zerstört, nun den Kreativsektor seiner Rechte berauben könnte“, kommentiert Vaunet-Geschäftsführer Harald Flemming.

Ganz anders die Piratenpartei, deren Abgeordnete Julia Reda Vorkämpferin gegen den Gesetzesentwurf ist, oder der Startup-Verband: Die Content-Lobby sei vorerst in die Knie gezwungen, so die Piraten. „Insbesondere die im Entwurf enthaltenen Regelungen für Upload-Filter, ein europäisches Leistungsschutzrecht und das Verbot von Text- and Data-Mining für kommerzielle Nutzungen standen in der Kritik. Diese Regelungen hätten innovative, datengetriebene Geschäftsmodelle in Europa unmöglich gemacht.“, erklärte der Startup-Verband. (gp)
 

Bundesländer stellen Medienstaatsvertrag zur Diskussion

In den kommenden Monaten soll der Entwurf für einen Medienstaatsvertrag mit der Öffentlichkeit beraten werden. Die Debatte soll Ende Juli starten. Das von der Rundfunkkommission der Länder am 13. Juni beratene Papier enthalte konkrete Regelungsvorschläge zu den Bereichen Rundfunkbegriff, Plattformregulierung und Intermediäre, heißt es auf der Website der Landesregierung Rheinland-Pfalz, die die Rundfunkangelegenheiten der Länder koordiniert.

„Wir wollen die Grundlage schaffen für eine zeitgemäße Regulierung, Entfaltungsräume für die vielen Kreativen eröffnen und auch neue Geschäftsmodelle ermöglichen“, erklärt die Staatssekretärin für Medien und Digitales, Heike Raab. „Hiervon sollen alle profitieren: Medienschaffende genauso wie Nutzerinnen und Nutzer. Die Länder haben sich deshalb bereits in diesem frühen Stadium entschieden, die auf dem Tisch liegenden Vorschläge mit den Betroffenen und der Öffentlichkeit breit zu diskutieren.“ (gp)

Streit um Verlegerrecht tobt

Als hätte die Kanzlerin derzeit nicht ohnehin alle Hände voll zu tun, ihre Koalition, Position, das Land und Europa zu retten, kommt nun auch der Eilbrief der Verlegerverbände. Sie fordern Klarstellung - nicht in Sachen Asylpolitik, aber zum Koalitionsvertrag.
Anlass des Schreibens der Zeitungs- und Zeitschriftenverleger von BDZV und VDZ ist ein Brief an die Mitglieder des Europaparlaments, den auch Staatsministerin Dorothee Bär (CSU) und der für Luft- und Raumfahrt zuständigen Koordinator der Bundesregierung, Thomas Jarzombek (CDU) unterzeichnet haben. Die Briefschreiber warnen vor Gefahren für die Meinungsfreiheit. Sie fordern, gegen die von der eigenen EVP-Fraktion mitverhandelten Urheberrechtsreform zu stimmen. Die Verlegerverbände kritisieren scharf, dass die Unterzeichner behaupten, der Koalitionsvertrag der Bundesregierung spreche eindeutig gegen das Leistungsschutzrecht für Presseverlage.

Wahrscheinlich stimmt das Europaparlament am Donnerstag über Upload-Filter und Verlegerrecht ab. Der Rechtsausschuss des Parlaments hatte dem Papier zugestimmt. Der Entwurf sieht vor, dass Online-Plattformen künftig schon während des Hochladens der Inhalte prüfen müssen, ob diese urheberrechtlich geschützt sind. Ist dem so, müssten sie die sperren und entsprechende Lizenzen dafür erwerben. Im Koalitionsvertrag werden Upload-Filter als „unverhältnismäßig“ abgelehnt. Dort heißt es: „Im Urheberrecht unterstützen wir nachdrücklich eine zeitnahe Regelung zur Verlegerbeteiligung bei den Verwertungsgesellschaften und stärken die Position der Verleger auf europäischer Ebene durch eine eigene Rechtsposition.“

Google, Facebook und Co. sollen mit dem Vorschlag dazu gebracht werden, automatisiert geschützte Inhalte zu blockieren. Für Gegner des Entwurfs wie die Piraten-Politikerin Julia Reda plant die EU eine „Linksteuer“, sie warnen vor einer „Zensurinfrastruktur“.

Für eine Modernisierung des EU-Urheberrechts und die Empfehlungen des Rechtsaussschusses hatten sich 59 Verbände aus der deutschen Kultur- und Medienwirtschaft ausgesprochen, darunter auch die Journalistenverbände. Der ORF vermeldete vor einigen Tagen, dass die Abgeordneten der Österreichischen Volkspartei (ÖVP) nicht für ein Durchwinken der Copyright-Richtlinie im Plenum stimmen würden. Vielmehr wolle man eine vorherige Plenardebatte und die Möglichkeit zu Änderungsanträgen, hieß es auf ORF-Anfrage.
Würde das Europaparlament Ja sagen, ginge der Entwurf in die Verhandlungen zwischen Europarat, Kommission und Parlament. (gp)
 


Staatsregierung stärkt Media Lab Bayern

 

Digitale Innovationen in den Medien fördern – dieses Konzept des Media Labs Bayern wird mit einem neuen Aufgabenzuschnitt gestärkt. Das hat Ministerpräsident Dr. Markus Söder gestern im Rahmen der Vorstellung von digitalen Leuchtturmprojekten in Bayern verkündet. So kann das Media Lab zukünftig nicht nur Vor-Gründer, sondern auch Start-ups in späteren Phasen unterstützen, außerdem soll eine neue Zweigstelle des Media Lab in Ansbach entstehen.

Ziel des zweiten Standorts in Bayern: kreative Ideen, kreative Teams und kreativen Journalismus mit den gut aufgestellten Medienstudiengängen in Ansbach und mit Medienunternehmen zu verknüpfen. „Bayern setzt voll auf die Digitalisierung. Wir investieren bewusst in Digitale Gründerzentren und in die Media Labs, um die Start-up-Szene im Bereich Medien noch besser zu unterstützen. Das schafft neue Chancen für Gründerinnen und Gründer“, sagte Medienminister Georg Eisenreich. „Mit der Ausweitung des erfolgreichen Coachings von Vor-Gründern auf Gründer unterstützen wir die Start-up-Szene in den Medien noch nachhaltiger als bisher. Mit dem neuen Standort Ansbach bringen wir außerdem das erfolgreiche Konzept Media Lab nach Mittelfranken, wo sich die Hochschule Ansbach im Medienbereich profiliert. Das ist ein Gewinn für die Region und für den Medienstandort Bayern insgesamt.“

Siegfried Schneider, Präsident der Bayerischen Landeszentrale für neue Medien (BLM) sagte: „Das Media Lab hat sich mit kleinem Budget und großen Ideen innerhalb von nur drei Jahren zum deutschlandweit anerkannten Hub für Innovation im Medienbereich entwickelt. Wir freuen uns, dieses Know-how in Zukunft nicht nur im Bereich der Vor-Gründer, sondern auch an bestehende Start-ups und am neuen Standort in Ansbach weitergeben zu können.“

Das Media Lab Bayern fördert digitale Innovation in der Medienbranche. Als Inkubator hilft das Media Lab Talenten und Teams, ihre eigenen Journalismus- und Medienprojekte von der ersten Idee bis zur Gründung eines Start-ups aufzubauen. Das Media Lab Bayern ist seit Januar 2018 Teil der Medientage München GmbH und wird gefördert von der Bayerischen Landeszentrale für neue Medien (BLM) und dem Freistaat Bayern.

Das Kernprogramm des Media Labs ist das „Media Start-up Fellowship”: Teams mit validierter Idee können hier in sechs Monaten ihren Prototypen entwickeln, ein Geschäftsmodell aufsetzen und ihr Start-up gründen. Das Media Lab bietet dafür Business-Coaching und Workshops sowie den Zugang zu Medien-Mentoren und Partnern. Die Teams erhalten zusätzlich Büroräume und 15.000 Euro Prototyping-Budget. Innovation fördert das Media Lab Bayern aber auch mit Hackathons, Barcamps, Meetups und Konferenzen, auf denen sich digitale Vordenker aus Journalismus, Development und Design austauschen und vernetzen können. In Zusammenarbeit mit der Robert Bosch Stiftung bietet das Media Lab Bayern 2018 erstmals ein Programm für Wissenschaftsjournalisten an, Rocking Science Journalism, bei dem mit Start-up-Methoden neue Angebote kreiert werden. Außerdem entwickelt das Media Lab Angebote für Medienhäuser, die von den im Lab entwickelten Innovationsmethoden profitieren möchten.  (go)

 

Alles neu - Spiegel TV

 

Der Spiegel sendet ab 2. Juli sein Magazin auf dem neuen Sendeplatz mit einem überarbeiteten Konzept: Aus „Spiegel TV Magazin“ wird „Spiegel TV“. Gesendet wird immer montags um 23:25 Uhr auf RTL.

Spiegel TV startete vor 30 Jahren mit seinem Magazin ein neues Nachrichtenformat im deutschen Fernsehen. Seitdem sind 1.446 Sendungen mit insgesamt 57.243 Minuten ausgestrahlt worden. Steffen Haug, Chefredakteur von Spiegel TV: „Unser Politik-Magazin steht seit drei Jahrzehnten für aktuelle Berichterstattung und sorgfältig recherchierte, investigative Hintergrundgeschichten. An diesem Anspruch, erstklassigen TV-Journalismus aus dem Hause Spiegel zu liefern, hat sich nichts geändert. Den neuen Sendeplatz haben wir aber genutzt, um diese Stärken weiter auszubauen und die Marke noch klarer zu definieren: als glaubwürdig, zuverlässig, innovativ und angstfrei.“

Das Magazin „Spiegel TV“ besteht aus drei Sendungselementen: „Deutschland hautnah“, Sozialreportagen mit berührenden Geschichten über Menschen, der „Spiegel-TV-Titel“ mit einer investigativen Geschichte oder einem Feature, sowie „Das bewegt Deutschland“ mit exklusiven Hintergründen zu einem aktuellen Thema, über das Deutschland spricht. Jede Sendung kann Beiträge aus bis zu drei Bereichen haben, oder, bei besonderen Lagen, auch monothematisch sein.


Moderiert wird „Spiegel TV“ auch weiterhin von Maria Gresz. Vertreten wird sie von Kay Siering. Gesendet wird das Magazin aus dem Studio im Hamburger Spiegel-Haus, mit einem neuen Studio-Design und einem völlig überarbeiteten Sendungsdesign, inklusive eines neuen Vorspanns. Das Magazin will moderner, weiterhin aber dokumentarisch seriös auftreten. (go)

Mobiler Video-Konsum stabilisiert sich auf hohem Niveau

 

Mehr Videos denn je werden auf mobilen Geräte angesehen. Dennoch stagniert das Wachstum der Gesamtzahl der Videoaufrufe in Q1 2018 – der Wert hat sich im Vergleich zum Vorjahr um nur 1,8 Prozent erhöht, so der neue Ooyala Q1 2018 Global Video Index Report. Ooyala ist ein globaler Gestalter von OTT- und Media-Workflow-Entwicklungen und bietet Software und Lösungen an, die die Produktion, Distribution und Monetarisierung von Medieninhalten optimieren.

Die Steigerung der Videoaufrufe entspricht laut Studie einer der schwächsten in 14 beobachteten Quartalen und bedeutet zum ersten Mal auch einen Rückgang zum Vorquartals-Wert um fast 4,6 Prozent. Die wichtigsten Erkenntnisse: 58 Prozent aller Videoaufrufe weltweit erfolgten von Mobilgeräten, was einem Jahreswachstum von 1,8 Prozent entspricht - eine der geringsten Quartalssteigerungen bisher. Im ersten Quartal 2018 wurde zum ersten Mal in 14 beobachteten Quartalen ein Rückgang der mobilen Videoabrufe zum Vorquartal verzeichnet. Medienunternehmen haben in Q1 2018 fast dreimal so viel Content produziert und bereitgestellt wie in Q1 2017. Über die Hälfte der Gesamtstundenanzahl, in der Videos auf Geräten jeglicher Art konsumiert werden, entfällt auf lange Videoformate (20 Minuten und länger). Auf Smartphones sehen 57 Prozent der Zuschauer 20- bis 40-minütige Videos bis zum Schluss an; bei Videos mit über 40 Minuten Länge sind es über 45 Prozent.

Laut der Studie erfreuen sich längere Videos weiterhin wachsender Beliebtheit. So werden 20- bis 40-minütige Videos auf Smartphones mit einer Wahrscheinlichkeit von 57 Prozent bis zum Schluss angesehen, bei über 40 Minuten langen Videos bleiben immerhin über 45 Prozent der Zuschauer bis zum Ende vor dem Bildschirm.

Die Ergebnisse der Ooyala-Studie für andere Mobilgeräte: Auf Tablets sahen 61 Prozent der Zuschauer 20- bis 40-minütige Videos bis zum Ende an, über 40 Minuten lange Videos werden mit einer Wahrscheinlichkeit von 51 Prozent bis zum Ende verfolgt. Auf dem PC beträgt die Wahrscheinlichkeit, dass ein Video von 40 Minuten Länge oder mehr komplett abgespielt wird, 59 Prozent.

In Lateinamerika stieg die Gesamtzahl der auf mobilen Geräten abgespielten Videos im Vergleich zum letzten Quartal signifikant an, während sie in der Region Asien-Pazifik nur leicht wuchs. Dagegen gingen die Werte in EMEA (Europa, Mittlerer Osten und Afrika) und Nord Amerika zurück. Obwohl OTT-Provider in Q4 2017 die Gesamtzahl ihrer gestreamten Stunden bereits annähernd verdoppelt hatten, wurde in Q1 2018 sogar noch mehr Content produziert. Damit beträgt die Stundenzahl nun fast das Dreifache des Vorjahreswerts. Mobile Video Content wird dabei von einer wachsenden Zahl von Produzenten und Distributoren aus verschiedenen Bereichen wie Sport, Nachrichten und Entertainment bereitgestellt. (go)

LAE 2018: Die Zeit weiter auf Erfolgskurs

 

Die Zeit baut ihren Vorsprung unter den Sonntags- und Wochenzeitungen bei der aktuellen Leseranalyse Entscheidungsträger (LAE) erneut aus: Sie erreicht in diesem Jahr 428.000 Entscheider, 22.000 (+ 5,4 Prozent) mehr als in 2017. Damit liegt die Wochenzeitung um 86.000 Leser vor der „WELT“, um 94.000 Leser vor der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ und um 217.000 Leser vor der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“. Seit dem Jahr 2000 ist die Reichweite der Zeit in der Zielgruppe der Entscheider von 150.000 um 185 Prozent auf 428.000 Leser gestiegen.

Rainer Esser, Geschäftsführer Zeit Verlagsgruppe: „Der sensationelle Erfolg der Zeit bei der LAE der letzten Jahre ist ein großes Kompliment an unsere Kolleginnen und Kollegen in der Redaktion. Die Qualität der Berichterstattung über Wirtschafts- und Politikthemen ist in ihrer Tiefe einzigartig in Deutschland. Neben der Zeit haben Entscheider heute über unsere hochkarätigen Wirtschaftskonferenzen oder den Business-Seminaren der Zeit Akademie viele zusätzliche Anknüpfungspunkte.“ (go)
 

 

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